WAN-Optimierung und Windows Server Basis-Dienste in einer Appliance

Mehr Leistung in Außenstellen mit weniger dezentralen Ressourcen

23.11.2009 | Autor / Redakteur: Stefan Volmari / Andreas Donner

Mit der richtigen Optimierungs-Lösung schaltet das WAN in den High-Performance-Gang
Mit der richtigen Optimierungs-Lösung schaltet das WAN in den High-Performance-Gang

Die Vernetzung von Unternehmensstandorten und die Bereitstellung von Anwendungen und Desktops in Niederlassungen hat höchste Priorität bei IT-Entscheidern. In vielen Unternehmen arbeiten heute 50 bis 80 Prozent der Mitarbeiter an externen Standorten. Gleichzeitig gilt es, Initiativen zur Zentralisierung, Konsolidierung und Virtualisierung voranzutreiben, um Kosten und Ressourcen einzusparen.

Ob über DSL, Funk, Satellit, Standleitung oder UMTS angebunden – Außenstellen kommen heute nicht mehr ohne eine Verbindung zum Internet und zur Zentrale aus. Denn einerseits sind viele Anwendungen heute bereits Web-basiert, andererseits werden viele Applikationen und Services zentral – also am Hauptstandort bereitgestellt.

Unternehmen nutzen heute Virtualisierungslösungen, um Anwendungen zu zentralisieren und diese allen Mitarbeitern unabhängig von Ort, Endgerät und Verbindung zugänglich zu machen. Dabei stellt der Aufbau der Netzwerk-Infrastruktur die größte Herausforderung dar: Jederzeit muss sicherer, performanter Remote-Zugriff auf zentrale Unternehmensressourcen möglich sein.

Dabei dürfen allerdings die Kosten für Netzwerk-Equipment, Management und Bandbreiten nicht explodieren. Oft liegen zwischen Rechenzentrum und Niederlassung Hunderte oder Tausende von Kilometern. Und das stellt nicht nur Netzwerk- und Applikations-Verantwortliche vor große Herausforderungen, sondern verlangt häufig auch von Anwendern in Niederlassungen viel Geduld.

Diese klagen oft über schlechte Antwortzeiten von Anwendungen und unzureichende Geschwindigkeit der Netzwerkverbindung. Denn: ganz gleich, wie schnell die WAN-Verbindung oder das Netzwerk (VPN, MPLS, Frame Relay, usw.) ist, der WAN-Durchsatz nimmt mit steigender Entfernung ab.

Von Protokollen, Paketen und Latenzen

Im Netzwerk ist heute ein drastischer Anstieg des Datenverkehrs zu verzeichnen. Neben datenintensiven Anwendungen sorgen Video-Streams, Backups und VoIP-Applikationen (Voice over IP) für Bandbreitenengpässe und verzögern das Arbeiten mit geschäftskritischen Anwendungen über WAN-Strecken.

Ein weiterer Grund für lange Wartezeiten ist das Design der Kommunikations-Protokolle. So zeigt TCP/IP bekanntermaßen enorme Schwächen bei Verbindungen mit hoher Latenz. Wenn beispielsweise ein Datenpaket verloren geht, sorgt das Protokoll für eine Reduzierung des Fensters um die Hälfte und sendet die fehlenden Pakete erneut. Das führt bei schlechter Leitungsqualität und damit verbundenen Paketverlusten zu Verzögerungen – und für Anwender in Niederlassungen zu langsamen Applikationen.

Aber auch der Datenaustausch mit der Zentrale kann für Anwender in Filialen zum Geduldsspiel werden. Das liegt an dem dafür zuständigen Protokoll: CIFS. Dieses produziert einen hohen Anteil an Overhead durch reine Protokollkommunikation zwischen Client und Server. Das Ergebnis: Routineaufgaben wie Directory-Browsing oder Windows Copy & Paste vom Netz-Laufwerk auf den lokalen Client werden extrem langsam ausgeführt.

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