EU plant Förderung von VDSL2-Vectoring

Mehr Highspeed-Anschlüsse in ländlichen Regionen

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Mit dem Einsatz von VDSL2-Vectoring können die Netzbetreiber des Breko in ländlichen Regionen genauso schnelles Internet wie in Städten oder Ballungsräumen zur Verfügung stellen.
Mit dem Einsatz von VDSL2-Vectoring können die Netzbetreiber des Breko in ländlichen Regionen genauso schnelles Internet wie in Städten oder Ballungsräumen zur Verfügung stellen. (Bild: contrastwerkstatt – Fotolia.com)

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) begrüßt die aktuellen Bestrebungen der EU-Kommission, die Vergabe von Fördergeldern auch beim Einsatz von VDSL2-Vectoring im Rahmen geförderter Breitbandausbauprojekte zu ermöglichen.

Bislang erhielten Carrier im Rahmen öffentlich geförderter Ausbauprojekte keine Fördermittel, wenn sie VDSL2-Vectoring-Anschlüsse realisierten. Damit waren, so der Breko, die von Städten und Gemeinden im Rahmen von Ausschreibungen geforderten Mindestbandbreiten von bis zu 50 MBit/s häufig nicht realisierbar. Nun sollen die EU-Beihilfeleitlinien entsprechend angepasst werden.

Bei VDSL2-Vectoring wird die Glasfaser bis zum Kabelverzweiger – dem grauen Kasten an der Straße – verlegt (FTTC). Von dort aus wird für die verbleibende Strecke bis zum Kunden („letzte Meile“) die vorhandene Kupferleitung genutzt. So seien Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s möglich.

Der Breko betont, dass es mit der geplanten Erweiterung der Förderfähigkeit um VDSL2-Vectoring umso wichtiger werde, dass alle Marktteilnehmer gleichermaßen an entsprechenden Ausschreibungen teilnehmen und Fördermittel für den Breitbandausbau in Anspruch nehmen könnten. Die Rahmenbedingungen für solche Förderprogramme müssten demzufolge entsprechend diskriminierungsfrei ausgestaltet werden.

Der Breitbandverband setzt darauf, dass die EU-Kommission die Förderfähigkeit von VDSL2-Vectoring rasch ermöglicht. „Mit dem Einsatz von VDSL2-Vectoring können die Netzbetreiber des Breko insbesondere Haushalten in ländlichen Regionen genauso schnelles Internet wie in Städten oder Ballungsräumen zur Verfügung stellen und damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Breitbandziele der Bundesregierung leisten“, sagt Breko-Präsident Norbert Westfal. „Mit VDSL2-Vectoring bringen wir die Glasfaser im Rahmen unserer Multi-Access-Strategie bis zum Kabelverzweiger – und schaffen damit die wichtige Grundlage für den darauf aufbauenden Glasfaserausbau bis ins Gebäude oder direkt bis in die Wohnung.“

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