Hackathons, Frameworks und offene Initiativen

MEF informiert über aktuelle Projekte

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Das MEF will Ethernetdienste der Carrier-Klasse weltweit vorantreiben.
Das MEF will Ethernetdienste der Carrier-Klasse weltweit vorantreiben. (Bild: MEF)

Das MEF will in Kürze eine Referenzarchitektur für Lifecycle Service Orchestration veröffentlichen. Die Initiativen OpenCS und OpenLSO sollen das „Third Network“ zudem schneller auf den Markt bringen.

Untätigkeit will sich das MEF offenbar nicht vorwerfen lassen. In einer jetzt veröffentlichten Mitteilung liefert die Industrieallianz einen Überblick über Status und Zukunft einiger ihrer derzeit mehr als 30 aktuellen Projekte und Initiativen.

Die strategische Arbeit des MEF konzentriert sich dabei auf die drei Bereiche: Third Network Services, Lifecycle Service Orchestration (LSO) sowie Kooperationen und offene Initiativen.

Third Network Services

Mit dem Third Network beschreibt das MEF ein Network as a Service, das Performance und Sicherheitszusagen von CE 2.0 mit Agilität und Allgegenwärtigkeit des Internet vereine. Derzeit arbeitet das MEF an...

  • ...der Erweiterung der Grundlagen für Carrier Ethernet 2.0 (CE 2.0): Das MEF erweitert nach eigenem Bekunden die umfassenden Spezifikationen, das Rahmenwerk für den Betrieb sowie die entsprechenden Zertifizierungsprogramme. Weitere Aktivitäten betreffen das Ethernet-Interconnect-Points-Programm (EIP) und das MEF-Services-Interconnections-Projekt (MEF-SI). Damit ermögliche man die Rationalisierung von Verbindungen mit vollständigem Funktionsumfang zwischen verschiedenen Service-Providern zur Maximierung der Abdeckung der Third-Network-Infrastruktur. Über die Implementierung von „CE 2.0“-Services mit Software-Defined Networking (SDN) und Network Functions Virtualization (NFV) sollen auch künftig weitere Whitepaper informieren.
  • ...dem kürzlich gestarteten „Layer 3 IP“-Projekt, das Standard-Attribute für die Definition von IP-Services bereitstelle. Diese könnten genutzt werden, um IP-Services zu definieren, die über ein einziges Provider-Netzwerk oder über mehrere verbundene Netze geliefert werden. Die IP-Service-Attribute sind konsistent und kompatibel mit den global genutzten „CE 2.0“-Services und erlauben den Service-Providern die Nutzung der Arbeitsergebnisse des MEF im Hinblick auf LSO zur Schaffung flexibler, gesicherter und orchestrierter IP-Services.

Lifecycle Service Orchestration

Das MEF definiert LSO-Funktionen und APIs zur Rationalisierung und Automation des gesamten Service-Lifecycles. Service Provider sollen isolierte BSS/OSS-Silos ablösen und über Netzwerk-Domänen hinweg eine Ende-zu-Ende-Konnektivität bereitstellen.

In Kürze will das MEF eine Referenzarchitektur samt Framework für LSO publizieren – als Ergebnis der ersten Phase des LSO-Projektes. Die entsprechenden Interface-Referenzpunkte für das Management sollen auch von anderen Branchenorganisationen genutzt werden, die mit dem MEF zusammenarbeiten. Von den standardisierten Referenzpunkten verspricht sich das MEF eine schnellere Integration von Service-Orchestrierung in ein Ökosystem mit zahlreichen Beteiligten.

Auf der LSO Referenzarchitektur aufbauend will das MEF künftig funktionale Komponenten eines Service Orchestrators beschreiben und Schnittstellen für interoperable LSO definieren.

Kooperationen und offene Initiativen

Mit zwei neuen, offene Initiativen will das MEF schließlich „Third Network“-Services schneller auf den Markt bringen. Dabei handelt es sich um:

  • OpenCS – ein Netzwerk-Ökosystem, das eine SDN- und NFV-Referenz-Implementierung von Open-Source-Software und Open-Spec-Hardware für MEF-definierte Services erlaube, angefangen mit CE2.0 und aufkommendem Layer-3-IP und darüber.
  • OpenLSO – ein Ökosystem für die Orchestrierung, das eine Referenz-Implementierung von Open-Source-Lösungen und -Interfaces ermögliche, die sich an die MEF-LSO-Spezifikationen anlehnen. OpenLSO fokussiere auf Open-Source-Code für Kernfunktionen von LSO sowie Open-Standard-APIs für traditionelle und entstehende SDN- und NFV-Netzwerk-Infrastrukturen wie OpenCS.

Mit LSO-Hackathons will das MEF die Entwicklung von LSO-APIs, SDN-Controller-Plug-Ins sowie LSO-Orchestrierungslösungen und die Implementierung von Lösungen für CE2.0- und Layer-3-IP-Services in der Open-Source-Community vorantreiben.

Der erste LSO-Hackathon fand anlässlich der GEN15 im Vorjahr statt. Weitere Hackathons sind angekündigt für die MEF Quarterly-Meetings in Rom vom 27. bis zum 29. April sowie für die MEF16 (zuvor als „GEN16“ tituliert) in Baltimore im November.

Zum MEF

Als Industrieallianz vertritt das MEF nach eigenen Angaben über 220 Organisationen, wie Service Provider, Hersteller und Testinstitute. Ziel ist es, Ethernetdienste der Carrier-Klasse weltweit voranzutreiben.

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