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Rapid-Prototyping-Environment und standardisierte Geschäftsprozesse MEF bringt EIP-Projekt voran

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Das Metro Ethernet Forum (MEF) treibt das EIP-Projekt weiter voran. Implementierungsrichtlinien und ein Rapid-Prototyping-Environment sollen Ethernet-Carriern helfen, ihre Netze gemäß MEF-Spezifikationen zu koppeln.

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Mit dem Projekt will das MEF Implementierungshilfe für die zahlreichen eigenen Spezifizierungen leisten.
Mit dem Projekt will das MEF Implementierungshilfe für die zahlreichen eigenen Spezifizierungen leisten.
(Bild: MEF/VIT)

EIP steht für Ethernet-Interconnect-Point und umfasst alle Aspekte einer Ethernet-Verbindung zwischen zwei Netzbetreibern. Damit die und Ende-zu-Ende-Services reibungslos funktionieren hat die Branchenvereinigung MEF mittlerweile über 50 Spezifikationen für Carrier-Ethernet-Architekturen, Connectivity-Services und Service-Lifecycles aufgesetzt; zahlreiche weitere sollen mit der aufkommenden Lifecycle-Service-Orchestration (LSO) hinzukommen. Das EIP-Projekt will Carriern dabei helfen, diese Richtlinien einheitlich umzusetzen. Jetzt hat das MEF die nächste Phase des Projektes genehmigt.

Ein Rapid-Prototyping-Environment soll dazu beitragen, EIP-Implementierungsrichtlinien rasch zu finalisieren und zu veröffentlichen. In der kontrollierten Laborumgebung könnten Projektteilnehmer Implementierungen mit Systemen testen, die gemäß Carrier Ethernet 2.0 (CE 2.0) zertifiziert sind. Die entsprechende Infrastruktur wird vom University of New Hampshire Interoperability Lab vorgehalten; Equipment stellen unter anderem Alcatel-Lucent, Canoga Perkins, Ciena, Juniper Networks und RAD.

Zudem will das MEF Geschäftsprozesse weiter standardisieren, etwa Produktkataloge, Service-Bereitstellung und Performance-Berichte über EIPs. Dabei arbeite das EIP-Projekt eng mit anderen Initiativen des MEF Service Operation Committee zusammen.

Das EIP-Projekt ist 2014 aus einer Initiative von US-Telkos hervorgegangen, darunter AT&T, Frontier, Verizon und Windstream. Im vergangenen November hatte das MEF verkündet, das Vorhaben formalisieren und als Projekt weiterführen zu wollen. Damit ergänze man auch das kürzlich gestartete Services Interconnect Program (MEF-SI) – eine Initiative zur Unterstützung kleinerer Wholesale-Carrier-Ethernet-Betreiber beim Angebot standardkonformer Services.

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