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MBR | Master Boot Record

| Redakteur: Rainer Graefen

Als Boot-Medien für Computer kommen Disketten, CDs, DVDs und inzwischen auch USB-Laufwerke zum Zuge. Klassischerweise wird das Betriebssystem eines Rechner jedoch von einer Festplatte

Als Boot-Medien für Computer kommen Disketten, CDs, DVDs und inzwischen auch USB-Laufwerke zum Zuge. Klassischerweise wird das Betriebssystem eines Rechner jedoch von einer Festplatte geladen.

Während bei einer Diskette die Konvention für den Bootvorgang so definiert wurde, dass der sogenannte Boot-Loader, ein kleines Programm zum Starten des Betriebssystem, an der Position Kopf 0, Spur 0 und Sektor 1 zu finden ist, ging man bei Festplatten einen anderen Weg.

Festplatten lassen sich in mehrere, meistens vier, Bereiche, Partitionen unterteilen, die von unterschiedlichen Betriebssystemen belegt sein können. Das erfordert andere Konventionen als bei der Diskette. Der Master Boot Record löst insofern mehrere Probleme: Lage des Bootloaders, Startposition und Größe der diversen Partitionen, aktive Partition, Disk-Signatur, und MBR-Signatur.

So startet ein Rechner: Das BIOS auf dem Motherboard startet den Boot-Loader. dieser sucht in der Partitionstabelle nach der aktiven Partition, welche wiederum den Boot-Loader zum eigentlich Boot-Sektor des zu ladenden Betriebssystems lenkt. Mittels eines Bootmanagers wie GRUB oder LILO lässt sich beim Starten des Rechners per Menü das gewünschte Betriebssystem wählen.

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