Ruckus verbessert Multimedia-Streaming und Wi-Fi Calling

Lync-Zertifizierung für 802.11ac-Produkte von Ruckus

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Der Smart-WLAN-Controller Ruckus Zonedirector 5000 ist eines der Produkte, die durch das Microsoft-Lync-Qualitätsprogramm zertifiziert wurden.
Der Smart-WLAN-Controller Ruckus Zonedirector 5000 ist eines der Produkte, die durch das Microsoft-Lync-Qualitätsprogramm zertifiziert wurden. (Bild: Ruckus Wireless)

Zoneflex-Access-Points und andere Produkte von Ruckus Wireless wurden durch das Microsoft-Lync-Server-Wi-Fi-Qualitätsprogramm zertifiziert und damit, so der Hersteller, für ihren technischen Vorsprung im Umgang mit sensiblem Traffic ausgezeichnet, etwa bei delaysensitivem Voice- und Video-Traffic über WLAN.

Durch das Microsoft-Lync-Qualitätsprogramm könnten kleine und mittelständische Unternehmen sowie große Konzerne, die Microsoft Lync und Office 365 nutzen, sich auf besondere Qualität und einwandfreie Unified-Communications-Lösungen verlassen. Ruckus zufolge wurden u.a. folgende Produkte zertifiziert:

  • die 802.11ac-Midrange-Indoor-Dualband-Modelle Zoneflex R500 (2x2:2) und R600 (3x3:3),
  • der Dualband-AP Zoneflex T300,
  • die Smart-WLAN-Controller Zonedirector 1200, 3000 und 5000 sowie
  • das Smartcell Gateway 200.

Nach Angaben von Ruckus nutzen die Smart-Wi-Fi-Access-Points die patentierte Smartcast-Technologie. Smartcast kombiniere Mechanismen für Ablaufplanung und Queuing mit heuristischen Algorithmen, die Traffic nach individuellem Verhalten automatisch identifizieren und abgrenzen und so die Höchstleistung sicherstellen könnten.

Mit einem Ruckus-Smart-Wi-Fi-System werde der Traffic mittels spezieller Planungsmechanismen in Reihe gesetzt bzw. die Reihe werde aufgelöst – je nach Traffic-Typ, Delay- und Jitter-Toleranz, Anforderungen an die Bandbreite sowie wechselnden Eigenschaften jeder Station im WLAN. Diese automatische Zuordnungsfunktion des Type-of-Service (TOS) beseitige damit auch komplexe Quality-of-Service-Konfigurationen. Langsamere 802.11-Geräte würden automatisch verwaltet, um Bandbreite für priorisierte Anwendungen bereitzustellen, wie etwa Video oder Voice over WLAN. Für eine optimierte Multimedia-Wi-Fi-Leistung werde dies mit der Ruckus Beamflex-Technik kombiniert – einer adaptiven Antennen-Array-Technik, die laut Ruckus jedes Paket über den schnellsten Signalpfad sendet und so die höchste Datenrate nutzt.

Dies sei besonders interessant für neue Anwendungen wie das Wi-Fi Calling, mit denen sich Mobilfunkanrufe über WLAN leiten lassen – der Anruf werde hierbei beim Netzanbieter beendet. Ruckus zufolge nutzen viele Wi-Fi-Calling-Lösungen den 3GPP-IR-92-Standard für Voice over LTE. Dieser Standard ermögliche es, den gesamten LTE-Stack mittels IPsec über das WLAN zu tunneln. Das Problem: die Nutzlast werde verschlüsselt und konventionelle WLAN-Access-Points könnten verschiedene Traffic-Typen nicht mehr auseinanderhalten.

Ruckus Smartcast hingegen sei in der Lage, Wi-Fi-Calling-Traffic zu priorisieren, indem die TOS-Teile genutzt werden, die vom Smartphone im IP-Header festgelegt werden. Spezielle heuristische Algorithmen würden es dem System erlauben, Voice-Traffic zu identifizieren, indem die Größe und Frequenz von Paketen im Fluss beobachtet wird. Dabei spiele es keine Rolle, ob der Fluss verschlüsselt ist oder nicht.

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