4G-Mobilfunk für mehr als die Hälfte der deutschen Verbraucher verfügbar

LTE-Versorgung in den Regionen stark unterschiedlich

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Harry Jacob / Harry Jacob

Der deutsche Südwesten – namentlich Baden-Württemberg und das Saarland – ist in Sachen LTE noch eine Diaspora.
Der deutsche Südwesten – namentlich Baden-Württemberg und das Saarland – ist in Sachen LTE noch eine Diaspora. (Bild:4G.de)

15 Prozent der deutschen Haushalte sind noch nicht mit UMTS beziehungsweise HSDPA versorgt und warten sehnsüchtig auf Besserung. Derweil holt LTE bereits mit großen Schritten auf und kann nun erstmals eine Abdeckung von mehr als 50 Prozent vermelden.

Erst vor zwei Jahren ist LTE in Deutschland gestartet. Zum 1. Mai 2013 hat die Abdeckung in Deutschland mit 54 Prozent eine neue Höchstmarke erreicht. Mehr als die Hälfte der Haushalte kann mindestens bei einem Mobilfunk-Provider den schnellen mobilen Datenfunk der vierten Generation nutzen, so das Informationsportal 4G.de.

Das sind rund 22 Millionen Haushalten. Vor einem Jahr lag der entsprechende Vergleichswert bei nur 30 Prozent, also 12 Millionen Haushalten. Die 3G-Netzabdeckung, also die Versorgung mit UMTS oder HSDPA stagniert derweil seit Monaten auf einem Niveau von rund 85 Prozent. Fortschritte derzeit also Fehlanzeige.

Der Anstieg der Abdeckungskurfe zeigt: Der Ausbau des LTE-Netzes schreitet zügig voran.
Der Anstieg der Abdeckungskurfe zeigt: Der Ausbau des LTE-Netzes schreitet zügig voran. (Bild:4G.de)

Die Auswertungen basieren auf über 300.000 Indoor-Standorten, die über die netzbetreiberübergreifende 2G-, 3G- und 4G-Verfügbarkeitsabfrage auf www.4G.de von Nutzern aus ganz Deutschland abgefragt wurden.

Gravierendes Gefälle zwischen den Bundesländern

Auffallend ist der große Unterschied beim LTE-Netzausbau von Bundesland zu Bundesland. Wenig überraschend liegen die Stadtstaaten im Ranking auf den Spitzenplätzen. Ausgerechnet das wirtschaftlich starke „Ländle“, in dem viele mittelständische Hightech-Firmen beheimatet sind, liegt auf dem letzten Platz, noch hinter den deutlich einkommensschwächeren Ländern Brandenburg und Saarland, die in den vergangenen Monaten erheblich zugewonnen haben.

Hier das Ranking der Bundesländern nach dem Grad der Abdeckung:

  • 1. Hamburg: 83%
  • 2. Berlin: 73%
  • 3. Bremen: 70%
  • 4. Sachsen: 67%
  • 5. Sachsen-Anhalt: 64%
  • 6. Bayern: 56%
  • 7. Thüringen: 55%
  • 8. Schleswig-Holstein: 53%
  • 9. Niedersachsen: 47%
  • 10. Hessen: 47%
  • 11. Rheinland-Pfalz: 47%
  • 12. Mecklenburg-Vorpommern: 45%
  • 13. Nordrhein-Westfalen: 44%
  • 14. Brandenburg: 37%
  • 15. Saarland: 32%
  • 16. Baden-Württemberg: 28%

Nach Angaben von 4G.de ist es rätselhaft, warum die Provider in Baden-Württemberg mit seinen lukrativen Großstädten und einer hohen Bevölkerungsdichte so weit hinterherhinken. Das Portal rechnet hier mit einem massiven Ausbau in den kommenden Monaten.

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