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Optisches Software-Defined Datacenter für 5G LIGHTNESS integriert SDN, OPS und OCS

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Das von EU geförderte Projekt LIGHTNESS beschreibt ein komplett optisches Software-Defined Datacenter, das kommende 5G-Mobilfunknetze unterstützen soll.

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Die Technik eines jetzt präsentierten Prototyps ist bereit zur Implementierung – glaubt Projekt-Koordinator Matteo Biancani.
Die Technik eines jetzt präsentierten Prototyps ist bereit zur Implementierung – glaubt Projekt-Koordinator Matteo Biancani.
(Bild: www.ict-lightness.eu)

Mit Internet der Dinge und kommendem Mobilfunkstandard 5G werden sich auch Rechenzentren an neue Verkehrsmuster anpassen müssen, sagt Interoute Italia – nach eigenen Angaben Betreiber von Europas größter Cloud-Service-Plattform. Genau an dieser Herausforderung hat der Anbieter als Partner des von der EU geförderten Projektes „LIGHTNESS“ geforscht. Jetzt liegen Ergebnisse vor.

Die beschreiben ein „vollkommen neues optisches Software-Defined Datacenter“. In dem seien Optical Packet Switching (OPS) und Optical Circuit Switching (OCS) mit einem SDN-Controller integriert. So solle eine skalierbare und programmierbare Rechenzentrumsarchitektur geschaffen werden.

Hauptaugenmerk des Projektes lag auf der Integration von OCS- und OPS-Technologien – als Mechanismus, der verschiedene Datenverkehrsmuster zusammenbringt. Bei ersten Tests erreichte ein Prototyp Übertragungsraten zwischen 40 und 100 Gbit/s über eine Kette aus:

  • einer programmierbaren hybriden (OCS/OPS) Netzwerkkarte,
  • einem OPS-Switch,
  • einem OCS-Switch mit On-Demand-Architektur,
  • einem hybriden (OCS/OPS) ToR-Switch und
  • einem vollständig optischen ToR-Switch.

Die Steuerung dieser optischen Übertragungsebene übernahm ein auf OpenDaylight basierender Controller.

Den Nutzen des Ganzen beschreibt eine jetzt von Interoute versendete Mitteilung noch im Konjuktiv: So könnten es die von LIGHTNESS entworfenen Datensteuerungstechnologien Betreibern ermöglichen, alle Ressourcen der Rechenzentren auf dynamischere Weise zu verwalten, Kosten zu reduzieren und den Service für Endkunden zu verbessern.

Matteo Biancani, Sales Director bei Interoute Italien und Projekt-Koordinator von LIGHTNESS, kommentiert: „Die Prototypen von LIGHTNESS für Hardware und Software sind zur Implementierung bereit [...] Wir präsentieren heute ein Projekt, das nicht nur innovativ und konkret ist, sondern auch den sich entwickelnden Telekommunikationsmarkt anspricht, um besser mit der Einführung des 5G-Standards umzugehen.“

Das 2012 gestartete und auf drei Jahre ausgelegte LIGHTNESS-Projekt hat von der Europäischen Kommission 2,44 Millionen Euro Fördergelder aus dem 7. Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung erhalten. Partnerorganisationen des LIGHTNESS-Projekts sind: Interoute, Technische Universiteit Eindhoven, Nextworks, University of Bristol, Barcelona Supercomputing Centre und Universitat Politecnica de Catalunya. „Technical Advisors“ stellten derweil Infinera und University of California at Davis.

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