Smartphone-Hersteller contra Mobilfunkanbieter

Leistungshungrige Smartphones schaden Mobilfunknetzen

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Der Ansatz der Standards

Damit alle Beteiligten besser zusammenarbeiten konnten, veröffentliche 3GPP Standards für die Implementierung von Fast Dormancy. Das 3GPP R8 Release TS 25.331 bietet eine solide Grundlage für die Verbesserung der Situation, jedoch keine vollständige.

Das Release hilft Anbietern dabei, die Kontrolle der Radiofrequenz des Endgerätes innerhalb des Netzwerkes zu halten und gibt ihnen somit die Kontrolle über die Nutzung ihrer Ressourcen zurück. Die Standards wurden jedoch leider nicht von allen Herstellern von Netzwerk-Equipment implementiert und werden auch noch nicht von allen Geräten unterstützt. Bereits vorhandene Endgeräte benötigen ein Systemupdate, um die Standards zu erfüllen. Für Anbieter ist dies ein andauerndes Thema, da Apps noch immer Probleme verursachen können.

Der User-Faktor und der Aufstieg der Apps

Die Standards zu definieren war ein wichtiger Schritt, obgleich auch einzelne Nutzer verheerenden Schaden anrichten können.

Allein für das iPhone stehen über 500.000 Apps zum Download bereit. Je nach Anforderungen können diese Apps eine schwere Belastung für das Netzwerk darstellen und Ausfälle verursachen, wenn sie zusammen mit Fast Dormancy Technologien eingesetzt werden. Seitdem der Trend zu kundendominierten Apps geht, haben Apps immer mehr Einfluss auf Netzwerke.

Anspruchsvolle Nutzer geben sich nicht mit dem reinen Hinzufügen von Apps zufrieden. Viele von ihnen verändern ihre Geräte, fügen Funktionen hinzu oder entfernen eben solche und spielen das Betriebssystem neu auf, um ihre Geräte zu personalisieren und zu verbessern. Dadurch können viele der Standards, die von den Herstellern und Mobilfunkanbietern eingesetzt werden, ungeschehen gemacht werden und somit eine Vielzahl von Problemen ausgelöst werden.

Das Problem identifizieren

Obgleich großer Bemühungen von Seiten der Gerätehersteller, Netzwerkhersteller und -anbieter stellen die Herangehensweisen zur Verlängerung der Lebenszeit von Akkus noch immer Probleme für UMTS-Netzwerke dar. Glücklicherweise können Qualitätssicherungslösungen dazu beitragen, diese Probleme zu identifizieren und gleichzeitig umsetzbare Informationen für die Problemlösung zu liefern. Neben anderen Vorteilen bieten solche Lösungen einen ausgezeichneten Einblick in:

  • Fast Dormancy Ausführungen und wie diese mit Netzwerken interagieren, die das Cell_PCH-Verfahren implementiert haben.
  • Anwendungen wie VoIP Apps, Instant Messaging oder IMS-Präsenzen und wie diese mit batterieschonenden Techniken umgehen und ihre eigenen Signalprobleme verursachen.

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