Was ist eigentlich ein „Smartphone-friendly“ Netzwerk?

Lang lebe die Batterie! Das iPhone macht die Netze platt

16.07.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Mehr Traffic und Bandbreite sowie geringere Latenz fordern Mobilfunknetze heraus; Probleme verursachen die Signale, Bild: NSN
Mehr Traffic und Bandbreite sowie geringere Latenz fordern Mobilfunknetze heraus; Probleme verursachen die Signale, Bild: NSN

Ein bekannter Standard

Die Signale können perlen ..., Bild: Pixelio/AngelaL/Thommy Weiss
Die Signale können perlen ..., Bild: Pixelio/AngelaL/Thommy Weiss

Im Cell-DCH Zustand ist einem Endgerät ein dedizierter Übertragungskanal mit einem eigenen Code, Bandbreite und Reaktionszeit zugeordnet. Daten lassen sich ohne Ressourcen-Reservierung sofort senden und empfangen.

Shannon erläutert: „Wenngleich jeder Vergleich hinkt, möchte ich doch den einer mehrstufigen Leiter bemühen. Die unterste Ebene entspricht des idle-Zustand eines Smartphones, die oberste dem aktiven Status. Cell-DCH erlaubt es, nie zurückzugehen bis auf den Schlafmodus, sondern auf der zweiten und dritten Stufe zu stoppen. Deshalb benötigt das Aufweckecken weder so lange, noch zig Signale, um im Mobilunknetz unterwegs zu sein.“

Im Cell-PCH-Status halten Radio Controller (RNC) und der Paketkern den Paket-Überbringer quasi am Leben. Die Anzahl der Signale sinkt, weil die Device-Mobilität vom RNC verfolgt wird. Zugleich ist der RNC betriebsbereit und kann Daten über die korrekte Zelle versenden, ohne dass Signale zwischen ihm und dem Paket Core notwendig wären und ohne ein Wide Area Paging.

Problem gelöst

Außerdem verkürzt sich die Reaktionszeit der Verbindung ins Mobilfunknetz. Die Batterrielaufzeit indes verlängert sich, weil das Endgerät sich in einer Art Lauerstellung befindet, quasi döst statt schläft – das Netz ist freundlich zum Smartphone.

Es erübrigt sich fast, darauf hinzuweisen, dass NSN diese Methode in seine Technik eingebaut hat. Dennoch appelliert Shannon an die Software-Entwickler, die Anwendungen für die Smartphones schreiben, darauf zu verzichten, die Anzahl der Signale in die Höhe zu treiben.

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