Was ist eigentlich ein „Smartphone-friendly“ Netzwerk?

Lang lebe die Batterie! Das iPhone macht die Netze platt

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Was kann Apple dafür?

Im Juni des vergangenen Jahres führte Apple die Funktion „fast dormancy“ ein, ein Verfahren, das das iPhone besonders schnell zum Schlafen schickt. Am darauffolgenden Tag konnten die Netzwerkbetreiber feststellen, dass ihr Signalisierungsverkehr um das Zehnfache angestiegen war, erzählt Shannon.

Auch andere Smartphone-Hersteller nutzen eine „fast-dormancy“-Funktion, so die NSN-Fachfrau. Nokias smarte Handys besäßen diese schon von Anfang an. Doch das iPhone gelte nun einmal als schick und fände sich insbesondere in den Städten. Die Konzentration dort habe das ein oder andere Netz tatsächlich schon in die Knie gezwungen.

Betroffen ist vor allem AT&T. Da die Signalisierung auch beim Telefonieren genutzt wird, konnten Kunden keine Telefonate führen. Die Telefónica-Gruppe habe vor allem rund um vergangenes Weihnachten Signalisierungsprobleme gehabt.

Jetzt auch noch Multitasking

Das „iPhone 4“ ist da – mit „Multitasking“, Bild: Apple (Archiv: Vogel Business Media)

Mit der vierten iPhone-Generation, die jetzt seit rund vier Wochen auf dem Markt ist, unterstützt Apple „Multitasking“. Vorab hätten viele Analysten einen drei- und vierfachen Anstieg des Signal-Verkehrs befürchtet, so Shannon. Doch Untersuchungen in den eigenen Labors hätten gezeigt, dass hier noch kein „echtes Multitasking“ vorliege, das sich nachteilig auf den Signalisierungsverkehr auswirken könne.

Doch, lässt sich netzwerkseitig gar nichts machen, um das Dreiecks-Dilemma Batterie-Laufzeit, schneller Zugang und Signal-Verkehr in den Griff zu bekommen? NSN-Frau Shannon sagt: „Doch – und zwar schon seit 2005.“

Das Geheimnis nennt sich „Cell-PCH“ (PCH = Paging Channel) und ist gar keins, sondern ein Standard, definiert im Rahmen von 3GPP, 3rd Generation Partnership Projekt.

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