Was ist eigentlich ein „Smartphone-friendly“ Netzwerk?

Lang lebe die Batterie! Das iPhone macht die Netze platt

16.07.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Mehr Traffic und Bandbreite sowie geringere Latenz fordern Mobilfunknetze heraus; Probleme verursachen die Signale, Bild: NSN
Mehr Traffic und Bandbreite sowie geringere Latenz fordern Mobilfunknetze heraus; Probleme verursachen die Signale, Bild: NSN

Im Jahr 2015 wird der mobile Datenverkehr auf rund 23 Exabytes jährlich ansteigen, sagt Nokia Siemens Networks (NSN) voraus. Das entspricht etwa dem täglichen Download eines digitalen Buchs von rund 6.3 Milliarden Menschen. Dennoch ist die Bewältigung des Verkehrs, das Bereitstellen von Bandbreite bzw. die Download-Geschwindigkeit nur ein Problem. Das andere verursachen die smarten Endgeräte, sie signalisieren zu viel.

Die erste Welle mobilen Datenverkehrs, die UMTS und Co. letztlich doch noch zum Erfolg werden ließ, wurde durch Dongels herbeigeführt. Auf die Dongles, die die Laptops tatsächlich zu einem Device machen, das überall nutzbar ist, hat sich die Mobilfunkbranche eingestellt und mit den Anforderungen an mehr Bandbreite auseinandergesetzt.

Bandbreite und Latency sind nach wie vor relevant. Doch die rasante Verbreitung von Smartphones und deren Konzentration in den großen Städten führen zu ganz neuen Problemen. Im Jahr 2009 gab es noch 323 Millionen davon. Im Jahr 2014 werden es laut NSN rund 873 Millionen sein.

Schon heute sind „rund achtmal mehr smarte Endgeräte im Gebrauch als Mobilfunk-fähige Laptops“, besagt eine Untersuchung von Morgan Stanley aus dem vergangenen Jahr. „Und dieses Verhältnis werde sich zugunsten der Smart-Phones noch ausweiten. Nach NSN-Untersuchungen wird im Jahr 2015 über 85 Prozent des Traffic in Mobilfunknetzen durch mobilen Datenverkehr generiert werden. 49 Prozent davon erzeugen Handheld-Devices.

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