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Samsung fertigt LCD-Panels mit optischen Sensoren in Masse Kundenkommunikation mit „sehenden“ LCD-Panels

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Die Samsung-LCD-Panels „Optical Sensor in Pixel“ sind mit Infrarotlichtsensoren in jedem Pixel ausgestattet und sollen Finger, Hände und Gegenstände, die auf der Bildschirmoberfläche abgelegt werden, erkennen können.

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Die „Optical Sensor in Pixel“-LCD-Panels von Samsung sollen bis zu 50 Berührungspunkte gleichzeitig erkennen können.
Die „Optical Sensor in Pixel“-LCD-Panels von Samsung sollen bis zu 50 Berührungspunkte gleichzeitig erkennen können.

Samsung fertigt mit seinen LCD-Panels „Optical Sensor in Pixel“ Modelle, die dem Hersteller zufolge „sehen“, was sich auf oder in der Nähe ihrer Oberfläche befindet – im Gegensatz zu konventionellen Touch-Panels, die beispielsweise nur auf Druckpunkte reagieren oder die Position eines Fingers oder Stiftes mithilfe von seitlich angebrachten Kameras identifizieren.

Pixel mit Infrarotsensoren

Die Lösung basiert auf der von Microsoft entwickelten Pixelsense-Technologie: Von der Hintergrundbeleuchtung des Panels wird unter anderem Infrarotlicht abgestrahlt. Sobald ein Finger, eine Hand oder ein Gegenstand die Oberfläche berührt oder in die Nähe des Bildschirms kommt, wird das Infrarotlicht reflektiert und von Infrarotsensoren, die in jedem Bildpunkt des Displays integriert sind, aufgenommen.

Die Informationen werden in ein entsprechendes Signal umgewandelt und an den PC weitergeleitet. Mittels dieser Technologie soll das Panel nicht nur erkennen können, dass es „berührt“ wurde und wo diese Berührung stattgefunden hat, sondern vor allem den Gegenstand oder den Finger selbst. Laut Samsung sind bis zu 50 dieser Berührungspunkte gleichzeitig erkennbar.

Technologie eröffnet Anwendungsoptionen

Indem die Technologie das Panel mit „Augen“ ausstattet, ergeben sich für die Praxis neue Anwendungsmöglichkeiten. Ein Beispiel sind QR-Codes. Sie sind bereits heute in Zeitschriften oder auf Werbematerial zu finden und liefern über das Auslesen durch die Kamera im Mobiltelefon Informationen zu einem bestimmten Produkt oder zusätzlichen Aktionen.

Dieser visuelle Code könne von den Samsung-Panels ausgelesen werden, sobald ein Gegenstand mit dem aufgedruckten Zeichen in die Nähe der Oberfläche kommt. Ein weiteres Beispiel seien Würfel, deren geworfene Augenzahl für die digitale Version von Brettspielen in Echtzeit ausgelesen werden könne. Zudem ließen sich während eines Kundengesprächs, bei dem das Panel in eine Tischlösung integriert ist, direkt Unterlagen und Dokumente des Kunden „auf dem Tisch“ einscannen und weiterverarbeiten.

Verfügbarkeit

In Deutschland sollen die „Optical Sensor in Pixel“-Panels zu Beginn des ersten Quartals 2012 in Form des Samsung SUR40 für Microsoft Surface 2.0 verfügbar sein. Das Multitouch-Display mit Objekterkennung könne mittels VESA-Halterung an die Wand montiert oder als Teil einer kompletten Einrichtungslösung in ein benutzerdefiniertes Gehäuse integriert werden. Mit optional erhältlichen Standbeinen sei auch die Installation als eigenständige Tischlösung möglich.

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