Umfrage liefert Stimmungsbild zu Software-Defined Networking

Kunden sind ein bisschen bereit für SDN

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Die Umfrage nennt zahlreiche Herausforderungen beim Umstieg auf SDN.
Die Umfrage nennt zahlreiche Herausforderungen beim Umstieg auf SDN. (Bild: Edelman/Juniper)

Laut Juniper Networks sind 78 Prozent der deutschen Unternehmen bereit für Software-Defined Networking (SDN) – die als Beleg vorgelegten Umfrageergebnisse zeichnen allerdings ein diffuseres Bild.

Juniper Networks (Juniper) hat 112 deutsche IT-Entscheider aus mittelständischen und Großunternehmen zum Thema SDN befragt. Jetzt wurden die Zahlen des „IT Stakeholder Audit“ veröffentlicht und lassen viel Raum für Interpretationen.

Für Juniper ist die Sache klar: 78 Prozent aller Befragten sind bereit SDN einzuführen. Uneingeschränkt gilt das jedoch nur für 13 Prozent aller Probanden. Während sich 33 Prozent „fast bereit“ wähnen, bezeichnen sich 31 Prozent als „ein Stück weit bereit“. Fünf Prozent wollen sich dem Thema übrigens komplett verweigern.

Nichtsdestotrotz plant mehr als jedes zweite der befragten Unternehmen, bereits in den kommenden zwölf Monaten SDN-fähige Technologien einzuführen. Ob dazu bereits die Installation eines OpenFlow-fähigen, aber klassisch genutzten Switches zählt, lässt sich den Zahlen nicht entnehmen.

Konkreter benennt die Umfrage indes jene Herausforderungen, die mit SDN auf IT-Entscheider zukommen. Mehr als jeder zweite Befragte fürchtet Sicherheitsprobleme und hohe Kosten. Lediglich fünf Prozent erhoffen sich mit SDN ein Mehr an Sicherheit; nicht einmal jeder Zehnte glaubt an Kosteneinsparungen bei IT-Equipment. Die Integration mit bestehenden Systemen bereitet 44 Prozent der Probanden Sorge.

Der „IT Stakeholder Audit“ wagt zudem einen Ausblick. Wenn die Befragten Recht behalten, werden Business-Netzwerke in fünf Jahren meist hybriden Charakter besitzen: 71 Prozent der Befragten prognostizieren einen Mix aus traditionellen Netzen und SDN-Technologien. Ein Viertel der IT-Entscheider glaubt, das traditionelle Netze auch in fünf Jahren noch die Infrastrukturen in Unternehmen dominieren werden. Keine drei Prozent rechnen derweil damit, dass Software-Defined Networks klassische Netze mittelfristig komplett verdrängen.

Grundlage für die von Juniper genannten Zahlen ist eine in der 39. Kalenderwoche per mafo.de Access Panel durchgeführte Online-Befragung. Wie sich die 112 befragten IT-Entscheider auf mittelständische respektive große Unternehmen verteilen ist nicht bekannt.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43042258 / Technologie)