Serienreife und flexibel programmierbare Open-Source-Lösung

Kostenloser SDN-Switch von Infoblox

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

LINCX läuft auf Standard-Linux, Xen oder den für circa 300 US-Dollar erhältlichen White-Box-Geräten von Infoblox.
LINCX läuft auf Standard-Linux, Xen oder den für circa 300 US-Dollar erhältlichen White-Box-Geräten von Infoblox. (Bild: Infoblox)

Infoblox hat einen serienreifen SDN-Switch veröffentlicht. Die Open-Source-Lösung war dem Unternehmen eine Million US-Dollar wert und ist jetzt kostenlos erhältlich.

Mit einem serienreifen Open Source SDN-Switch LINCX (SDN = Software-Defined Networking) kündigt Infoblox einen weiteren Beitrag für die IT-Community an. Bereits im Vorjahr hatte der Spezialist für Netzwerkautomatisierung und Netzwerksicherheit unter gleichen Vorzeichen eine Software vorgestellt, die die Komplexität von Netzwerken misst.

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Der jetzt vorgestellte Switch soll zeigen, wie schnell und kostengünstig sich per SDN leistungsstarke neue Technologien aufbauen lassen. Laut Infoblox wurde LINCX innerhalb eines Jahres von einem sechsköpfigen Team entwickelt und habe circa eine Million US-Dollar gekostet. Bei kommerziellen Hardware-Switches läge der Aufwand um ein Vielfaches höher.

Stuart Bailey, Gründer und Chief Technology Officer bei Infoblox, meint: "Wenn wir LINCX in einem Jahr mit nur sechs Leuten entwickeln können, dann bin ich sicher, dass auch andere bald SDN-Anwendungen aufbauen, die noch interessanter sind. SDN ist ein offenes Spielfeld, auf dem es einige Gewinner bei den Networking-Konkurrenten geben wird. Auch Start-Ups werden hier sicher eine große Rolle spielen.“

LINCX zeichnet sich zudem durch einen äußerst kompakten Code aus. Der in der Programmiersprache Erlang geschriebene Switch umfasst etwa 34.000 Code-Zeilen. Deep Packet Inspection (DPI) und Protokoll-Support lassen sich in LINCX vollständig programmieren, sagt Infoblox. Das Switching lasse sich demnach problemlos an wechselnde Netzwerkanforderungen anpassen.

Die Lösung läuft wahlweise auf den von Infoblox angebotenen White-Box-Geräten oder virtualisierten beziehungsweise physischen Standard-Linux- und Xen-Servern. LINCX erreiche etwa 80 Prozent der Leistung der vergleichbaren Open-Source-Lösung Open vSwitch.

Interessierte können LINCX ab sofort kostenfrei beim FlowForwarding.org-Projekt herunterladen.

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