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Die Nutzungsqualität als maßgeblichen Erfolgsfaktor

Konzepte für den Unternehmenseinsatz mobiler Geräte

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Belastungstests im Produktivbetrieb

Funktionalitäts- und Leistungstests eines mobilen Services während der Entwicklung sind durchaus sinnvoll. Wichtiger aber ist es, zu ermitteln, wie sich der Service im realen Einsatz unter Spitzenbelastungen verhält. Der einzige Weg, dies zu eruieren, ist es, die Belastung durch die erwartete Nutzerzahl im Rahmen von Simulationen der Zugriffe und Aktivitäten auf den Service über reale Internet-Verbindungen festzustellen.

Mobile Produktionsumgebungen legen einen größeren Maßstab an und sind von unterschiedlichen externen Systemen (z. B. Web-APIs, Push-Benachrichtigungen, Analyse der Beiträge/Anmeldungen) abhängig, die in einer einfachen Testumgebung kaum berücksichtigt werden können. Testumgebungen, die auf Cloud-Technologien basierende Transaktionen nutzen, sind eher in der Lage, die Bedingungen zu replizieren, die ein Anwender im Produktivbetrieb vorfindet. Diese Art von Lasttests eignet sich zur Ermittlung der Nutzungsqualität, denn sie kann die Zugriffswege der Anwender berücksichtigen, die einen Service mit ihrem Mobilgerät zu Spitzenbelastungszeiten aufrufen.

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Durchgängige Analyse der Transaktionsleistung

Die End-to-End-Analyse der Transaktionsleistung bezieht sich auf die Messung der Leistung und Zuverlässigkeit, die im Rahmen der typischen Zugriffs- und Nutzungswege eines Endanwenders innerhalb einer Applikation auftreten.

Über exakte Web-Lasttests lassen sich Fehler und Engpässe – eventuell sogar die Ursachen für Komplettabstürze – feststellen. Ziel ist es, Probleme unter anderem bei der automatischen Speicherbereinigung, dem Caching oder der Verbindung zu Datenbanken zu identifizieren. Zudem lassen sich auf diesem Weg umfangreiche Leistungsdaten sammeln. Wird sorgfältig getestet, erlaubt eine End-to-End-Analyse der Transaktionsleistung aussagekräftige Rückschlüsse auf die Leistung von Netzwerken, Infrastrukturen und Anwendungen.

Kontinuierliches Monitoring

Sobald eine App durch Mitarbeiter eingesetzt wird, sollten Unternehmen einheitliche Leistungsmessungen unter 'Reinraumbedingungen' definieren, um objektive Messwerte zu erhalten. Wenn die erzielte Leistung von den Vorgaben abweicht, bilden diese Werte die Grundlage, um eventuelle Probleme zu identifizieren. Zudem ist es sinnvoll, diese Ergebnisse mit den Messwerten zu korrelieren, die bei der Nutzung der Services durch Anwender erfasst werden. Im Ergebnis verfügt ein Unternehmen so über Monitoring-Daten sowohl zu simulierten als auch realen Nutzern.

Notfallplanung

Kein System ist perfekt; daran können auch die umfangreichsten Tests nichts ändern. Schwierigkeiten treten immer auf – und teilweise entziehen diese sich sogar der Kontrolle durch den Eigentümer der Website beziehungsweise App. Entsprechend wichtig ist es, die Vorgehensweisen bei Systemfehlern im Vorab festzulegen. Auch wenn die Services von Drittanbietern oder externe Systeme ausfallen, kann die Hauptanwendung immer noch – wenn auch eingeschränkt – funktionieren, sodass Mitarbeiter über die Website oder App weiterhin produktiv sein können. Das lässt den Raum, Korrekturen in die Zeiten, etwa nachts, zu verlegen, in denen das System nicht oder kaum beansprucht wird.

Fazit

Nutzungsoptimierte mobile Services entstehen nicht zufällig. Um sich erfolgreich den Herausforderungen der digitalen mobilen Welt zu stellen, muss der Blick aber über die Vorgaben für Sicherheit und Compliance hinausgehen. Wichtig ist es, die Nutzungsqualität als maßgeblichen Erfolgsfaktor einzustufen. Wer der Nutzungsqualität eines mobilen Services für Mitarbeiter die ihr gebührende Aufmerksamkeit widmet, hat sehr viel für dessen erfolgreiche Adaption getan.

Aaron Rudger.
Aaron Rudger.
(Bild: Keynote)

Zudem sollten IT-Teams in der Lage sein, notwendige Korrekturen vorzunehmen, sobald das System in den Produktivbetrieb übernommen wurde. Dies erfordert ein umfassendes Monitoring von Leistung und Verfügbarkeit, um eventuelle Probleme frühzeitig erkennen zu können.

Über den Autor

Aaron Rudger ist Senior Product Marketing Manager bei Keynote.

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