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Technologische und Designgrundlagen Konvergente Infrastruktur: virtualisierte Komplettpakete mit Server, Storage und Netzwerk, Teil 1

| Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrich Roderer

Konvergente Infrastrukturen sind im Kommen. Hersteller packetieren Server, Storage und Netzwerk in eine vorkonfigurierte, virtualisierte Einheit. Durch eine begleitende Standardisierung lassen sich dabei die IT-Prozesse beschleunigen.

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Cisco ist mit seinem virtualisiertem Unified Computing System UCS der Newcomer.
Cisco ist mit seinem virtualisiertem Unified Computing System UCS der Newcomer.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Architektur der IT-Verarbeitung und Rechenzentren stehen vor einer Umwälzung. Die bis dato favorisierten Konzepte ändern sich. Während sich in der Vergangenheit die Unternehmen im Sinne des „Best-of-Breed“ die Baugruppen und zugehörigen Verwaltungssysteme für ihre Rechenzentren meist selbst zusammenstellten, wollen die Hersteller dies in Zukunft für ihre Kunden übernehmen.

Die Begriffe dafür sind unterschiedlich. IBM spricht von der „Smarter Business Infrastructure“, HP nennt es „Converged Infrastructure“ und Cisco hat seine „Unified Computing Systeme“ (UCS) im Angebot. Im folgenden Text subsummieren wir der Einfachheit halber all diese Techniken unter dem Begriff der Converged Infrastructure.

Wenngleich sich die hier untersuchten Hersteller in der letztendlichen Zielsetzung einig sind, der Weg dahin ist unterschiedlich: IBMs Ansatz liegt vor allem in einer Dynamisierung der IT-Bereitstellung, HP und Cisco haben auch die Vereinheitlichung (Konvergenz) der Hardware und Verwaltung im Blickpunkt.

Das Angebot von Fujitsu ist vor allem am Mittelstand und KMU-Segment ausgerichtet. Einig sind sich die Hersteller allerdings auch in einem weiteren Aspekt: die Virtualisierung der IT ist für alle das Mittel zum Zweck. Unisono bekräftigen sie daher die Zusammenarbeit mit den Virtualisierungslösungen, allen voran natürlich die Angebote von VMware. Aber auch Microsofts Hyper-V und die Citrix-Xen-Produkte werden unterstützt.

Die Architektur der Konvergenz

Allen Ansätzen der Hersteller gemeinsam ist die Integration von ehemals getrennten und separat betrieben Baugruppen (Server, Netzwerk und Speicher) und deren Verwaltung in einem engeren Verbund. Dies muss nicht zwangsläufig in einem Gehäuse, wie beispielweise HPs Matrix, sein. Es kann sich auch um eine engere logische Kopplung handeln.

Das Ziel dieser Bemühungen liegt in einem vereinfachten Betrieb, geringeren Kosten und schnelleren Prozessen. Durch vorkonfigurierte und standardisierte Systeme sind diese schneller in Betrieb zu nehmen und einfacher an die jeweiligen Anforderungen anzupassen. Im Prinzip wird damit der Integrationsgrad der Systeme auf eine höhere Ebene gebracht. Bei den Basisbaugruppen wie Server oder Speicher gilt das Konzept bereits seit langem, denn kaum ein Unternehmen baut beispielweise seine Server aus den Mainboard, CPU, Speicher und weiteren Baugruppen selbst zusammen.

Server werden vielmehr als vorkonfigurierte Einheit bestellt und betrieben. Bei den Techniken der Converged Infrastructure wird diese Standardisierung und Vorkonfiguration nun auf weitere Baugruppen und Systeme ausgedehnt. Parallel dazu steht die Standardisierung und Angleichung der Systeme und deren Verwaltung.

Unterlegt durch erneuerte Verwaltungswerkzeuge ist eine schnellere Inbetriebnahme von Server und ihren Applikationen erreichbar. Möglich wird das auch durch eine weithergehende Konfiguration der Systeme in ihrer Gesamtheit. Statt Server, Speicher und Netzwerk durch den Administrator manuell und nach Bedarf zu verknüpfen, passiert diese nun durch vorkonfigurierte und standardisierte Systemkomponenten. Diese fassen, die für einen Applikationsdienst notwendigen Elemente bereits in einer Einheit zusammen. HP spricht in diesem Zusammenhand von Templates, Fujitsu wiederum nennt diese Gebilde „Building Blocks“. Ein Template definiert beispielsweise alle Hardwarebaugruppen und Softwaresysteme, die für den Betrieb eines Exchange Mailservers notwendig sind.

Im Teil 2 stellen wir Ihnen die Architekturen und Lösungen von HP und IBM vor.

In Teil 3 stellen wir die Architekturen von Cisco und Fujitsu vor.

Artikelfiles und Artikellinks

Link: Teil 2

Link: Teil 3

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