Mobile-Menu

Huawei präsentiert WiMax-Alternative mit 3,6 bis 3,8 GHz Kommune betreibt LTE-Netz für Internet

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Peter Schmitz

Huawei will das erste kommerzielle LTE-Netz im Frequenzbereich von 3,6 bis 3,8 GHz implementiert haben – nicht für einen klassischen Mobilfunkanbieter, sondern für eine Kommune. Die versorgt ihre Einwohner so mit Breitband-Internet.

Firmen zum Thema

Die Infrastruktur basiert auf einer angepassten eLTE-Lösung von Huawei.
Die Infrastruktur basiert auf einer angepassten eLTE-Lösung von Huawei.
(Bild: Huawei/YouTube)

Als WiMax-Alternative dient ein jetzt im schlesischen Ozarowice (Polen) eingerichtetes LTE-Netz. Unabhängig von klassischen Mobilfunkbetreibern soll das von der Kommune selbst initiierte Multiservice-Netzwerk unter anderem Breitband-Internet, IP-Telefonie und Dienste zur Videoüberwachung bereitstellen.

Die genutzte Architektur sei dabei fast identisch mit der üblicher Mobilfunknetze. Im Unterschied zu diesen setzt man in Ozarowice aber auf Frequenzen über drei Gigahertz (Kanal 43; 3,6 bis 3,8 GHz). Dank effizienter Antennen könne man damit auch Hindernisse besser überwinden.

Bei der Infrastruktur selbst wurde ein hierarchisches Modell gewählt. Huawei Polska spricht von getrennten Schichten für Core, Distribution und Zugang.

Huawei hat für das Projekt eine angepasste eLTE-Lösung geliefert. Zu dieser gehören laut Hersteller kompakte und pflegeleichte Basisstationen, die problemlos an Mauern oder Masten montiert werden können und eine nahtlose Funkversorgung gewährleisten können. Das Kernnetz eCSN600 benötige lediglich 14 Höheneinheiten und erreiche einen Datendurchsatz von 40 Gbit/s. Als Backhaul dient eine Distanzüberbrückung, die auch über 100 Kilometer hinweg noch stabil arbeite.

Laut Huawei wurde der Netzausbau in Ozarowice innerhalb von zwei Monaten abgeschlossen. Das Projekt versorgt über 1.000 Endnutzer.

(ID:42285421)