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Mist Systems Virtual Network Assistant KI prüft Netzzustand und löst Probleme

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Der Virtual Network Assistant (VNA) von Mist Systems soll mögliche Probleme in (W)LANs per künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen beheben oder vermeiden. Einfache Anfragen zum Zustand der IT nimmt das System in natürlicher Sprache entgegen.

Der Mist VNA beantwortet die allgemein gestellte Frage zum Netzwerkzustand am Hauptstandort mit spezifischen Aussagen zu Kapazitätsproblemen.
Der Mist VNA beantwortet die allgemein gestellte Frage zum Netzwerkzustand am Hauptstandort mit spezifischen Aussagen zu Kapazitätsproblemen.
(Bild: Mist)

Mist Systems (Mist) kündigt den weltweit ersten KI-basierten (KI = künstliche Intelligenz) Virtual Network Assistant (VNA) für Netzwerkprozesse kabelloser Geräte samt intergriertem Helpdesk an. Die Lösung soll den Betrieb lokaler Netze vereinfachen sowie eventuelle Probleme vermeiden beziehungsweise beheben. Technische Basis des VNA bilden die KI-Engine Marvis von Mist sowie cloudbasierten Mikroservices.

Der VNA kann Client-Aktivitäten in Echtzeit überwachen und ermöglicht Trendanalysen. Dank integriertem Natural Language Processing (NLP) agieren IT-Verantwortliche dabei besonders komfortabel mit der Lösung, stellen Anfragen in natürlicher Sprache und erhalten Antworten die denen eines echten Netzwerkexperten nicht nachstehen sollen.

Ohne umfangreiche Einzeldaten unterschiedlicher Standorte abrufen zu müssen, könnten Administratoren so flexibel nach Clients, Zugangspunkten, Sites oder Feature-Rankings suchen. Als mögliche Anfragen nennt Mist folgende Beispiele:

  • Warum hat Bobs Computer ein Problem?
  • Zeige die drei Sites mit dem geringsten Datendurchsatz.
  • Gab es auf dem zentralen Campus zwischen 7 und 9 Uhr außergewöhnliche Aktivitäten?
  • Wie viele Clients befinden sich im Gastnetzwerk?

Algorithmen für maschinelles Lernen (ML) sollen überdies Netzwerkprobleme schneller als bisher beheben und somit auch den Helpdesk entlasten. Der VNA übernehme dabei etwa die Anomalie-Erkennung, Ereigniskorrelation sowie Vertrauensbewertungen. Damit ließen sich folgende Problemfelder lösen:

  • DHCP (doppelte Adressen, Ausfall des Servers,...)
  • RADIUS (falscher Nutzername, abgelaufene Zertifikate,...)
  • WAN (Paketverluste, intermittierendes Dropping,...)
  • WLAN (Interferenzen, Abdeckung, Roaming,...)
  • Sicherheit (falsche Eingabe des PreShared Key)

Der VNA ist über autorisierte Vertriebspartner von Mist zu haben. Um die Lösung zu nutzen bedarf es einer einjährigen Cloud-Anmeldung in Verbindung mit der Bereitstellung von Mist Access Points. Und genau in dieser Verbindung – Access Points, Cloud Management und VNA – wird Mist Systems sicher noch von sich reden machen und die etablierten WLAN-Anbieter zum Schwitzen bringen. Denn über die mit Bluetooth und WLAN ausgestatteten APs sind erstmals punktgenaue Location Based Services möglich.

Das 2014 in Kalifornien gegründete Unternehmen Mist Systems beschreibt sich selbst als Pionier im Bereich selbstlernender drahtloser Netzwerke mit künstlicher Intelligenz. Zu seinen Geldgebern zählt der Anbieter Investoren, wie Lightspeed Venture Partners, Norwest Venture Partners, GV (zuvor Google Ventures) und Cisco Investments.

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