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Von Stromnetz-Überwachung zu Stromnetz-Überwachung zur Statusüberwachung Keymile verbindet Teleprotection-Geräte für Hochspannungsnetze

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die „XMP1“-Baugruppe „OptC37“ von Keymile verbindet die zum Überwachen von Hochspannungsnetzen erforderlichen Teleprotection-Geräte über das Übertragungsnetz. Energieversorger und Betreiber von Bahnnetzen können so, die Übertragungsstrecke zwischen den Teleprotection-Geräten zu überwachen. Durch den Einsatz der Baugruppe werden keine externen Konverter benötigt und die Zuverlässigkeit des kompletten Systems kann steigen.

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Mit Multiplexern von Keymile entsteht parallel zum Hochspannungsnetz ein Überwachungsnetz für die Stromleitungen.
Mit Multiplexern von Keymile entsteht parallel zum Hochspannungsnetz ein Überwachungsnetz für die Stromleitungen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit Teleprotection-Hardware überwachen und schützen Energieversorgungsunternehmen ihre Hochspannungsnetze. Die Geräte sind unverzichtbar für den Netzschutz, denn sie dienen der frühzeitigen Fehlererkennung im Stromverteilnetz und helfen so, Spannungsausfälle beim Kunden zu verhindern.

Außerdem schützen Energieversorger und Betreiber von Bahnnetzen mit den von Teleprotection-Geräten erzeugten Daten ihre eigenen Umspannstationen und Hochspannungsnetze vor Schäden, die durch Fehlfunktionen im Hochspannungsnetz verursacht werden können.

Die Teleprotection-Geräte werden über eine Multimode-Faser mit der Keymile-Baugruppe verbunden. Die optische Kommunikation zwischen der XMP1-Geräten und dem Teleprotection-Gerät basiert auf dem Protokoll IEEE C37.94, das einen Standard für die Übertragung von Signalen bei n x 64 Kilobit pro Sekunde über optische Schnittstellen zwischen Teleprotection-Geräten und Multiplexern definiert. Bei den bislang verwendeten elektrisch-optischen externen Konvertern konnte der Status der Verbindung zwischen Teleprotection-Hardware und Multiplexer nicht überwacht werden.

Optische Schnittstellen für n X 64 Kilobit pro Sekunde

Die Baugruppe besitzt vier optische Schnittstellen nach IEEE C37.94 für die transparente Übertragung von Signalen mit n x 64 Kilobit pro Sekunde, mit n = 1 bis 12. Die vier optischen Schnittstellen der Baugruppe sind nach IEC 60874-10 (BFOC/2.5) realisiert. Die Baugruppe kann sowohl im XMP1-Subrack als auch im XMP1-SL eingesetzt werden und belegt jeweils einen Steckplatz.

Der XMP1 schaltet die 64-Kilobit-Daten von OptC37 mit anderen 64 Kilobit-Diensten und leitet diese in das Übertragungsnetz (Backbone). Über das Backbone werden die Daten zum XMP1 im nächsten Umspannwerk geführt und so die Messwerte der beiden Punkt-zu-Punkt verbundenen Teleprotection-Geräte übermittelt.

Zudem sind die XMP1-Multiplexer über einen Management-Kanal mit dem Kontrollzentrum des Betreibers verbunden; so können die Statusinformationen an das Netz-Management-System ServiceOn XMP1 (SOX) geschickt werden.

Das Übertragungsnetz ist offen für weitere Dienste

Damit ist die lückenlose Überwachung des Kommunikationsweges zwischen den Teleprotection-Geräten möglich. Kommt es zu einer Störung, kann das Control Center jetzt den genauen Grund – beispielsweise ein Bruch der optischen Faser oder ein schwererwiegendes Protokollproblem der Teleprotection Geräte – aus der Ferne ersehen und Maßnahmen einleiten.

Ein vorhandenener Multiplexer XMP1 kann durch das Nachrüsten entsprechender Karten auch für weitere Dienste genutzt werden. Denkbar sind beispielsweise Funktionen wie das Anbinden von Überwachungskameras, Datensammlern oder – falls nötig – Notfalltelefonen mit Ortsbatteriespeisung.

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