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Nutzung konvergenter Netze setzt WAN-Optimierung voraus Kein Big Data und Software-Defined Networking ohne WAN-Optimierung

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Sowohl Big Data als auch Software-Defined Networking wird von Analysten und IT-Fachleuten eine große Zukunft vorhergesagt. Wer die Vorteile dieser Technologien nutzen möchte, muss Silver Peak Systems zufolge seine Weitverkehrsverbindungen optimieren.

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Silver-Peak-Manager Dave Greenfield: „Limitierte Bandbreite, unzureichende Netzwerkqualität und zu hohe Latenzzeiten behindern die Übertragung großer Datenbestände über ein WAN.“
Silver-Peak-Manager Dave Greenfield: „Limitierte Bandbreite, unzureichende Netzwerkqualität und zu hohe Latenzzeiten behindern die Übertragung großer Datenbestände über ein WAN.“
(Bild: Silver Peak Systems)

Zwei Technologien sind in den vergangenen Monaten in den Mittelpunkt des Interesses gerückt: Big Data, also die Auswertung von großen Datenbeständen aus unterschiedlichen Quellen, und Software-Defined Networking (SDN). SDN erlaubt es, die Infrastruktur eines Netzes von den darüber laufenden Daten zu trennen. Dadurch werden Netzwerke gewissermaßen programmierbar. Dave Greenfield, Product Marketing Manager beim WAN-Optimierer Silver Peak Systems weist darauf hin, dass in diesem Zusammenhang die wichtige Rolle, die Weitverkehrsverbindungen (Wide Area Networks, WANs) und damit verbunden WAN-Optimierung spielen, häufig übersehen wird.

„Dass die Datenmengen in Unternehmensnetzen stetig zunehmen, ist nichts Neues. Aber neue Trends wie Cloud Computing, Virtualisierung und Big Data haben diesem Thema eine völlig neue Dimension gegeben“, erläutert Greenfield. „Diese Technologien bieten Unternehmen und Organisationen eine ganze Reihe von Vorteilen. Doch gleichzeitig erhöhen sie den Druck auf die Netzwerkinfrastruktur. Das kann darin enden, dass die Vorteile, die diese Techniken bieten, wieder zunichtegemacht werden“, so Greenfield weiter. Seiner Einschätzung nach müssen IT-Verantwortliche zunächst das Netzwerk für den Transfer der massiven Datenmengen fit machen, die mit Cloud Computing oder Big Data verbunden sind: „Zu den größten Herausforderungen, die mit der Übertragung großer Datenbestände über ein WAN verbunden sind, zählen die limitierte Bandbreite, die oft unzureichende Netzwerkqualität und zu hohe Latenzzeiten. Ohne entsprechende Maßnahmen können Anwender keine optimalen Resultate erwarten, wenn sie beispielsweise auf Cloud-Computing-Dienste zugreifen oder Big-Data-Projekte starten.“

WAN-Verbindungen um bis zu 90 Prozent entlasten

Solche Herausforderungen lassen sich Greenfield zufolge durchaus meistern – mithilfe von WAN-Optimierung: „Damit lässt sich der Datenverkehr über WAN-Verbindungen um bis zu 90 Prozent verringern. Diese Technologie verbessert die Performance von Anwendungen, die über Weitverkehrsverbindungen bereitgestellt werden, räumt wichtigen Daten Vorrang vor weniger zeitkritischen ein und verhindert, dass Datenpakete mehrfach übertragen werden.“

Zudem sei WAN-Optimierung eine Voraussetzung für die Nutzung von konvergenten Netzen. Dank Quality-of-Service-Mechanismen (QoS) und Traffic Shaping würden es WAN Optimization Appliances ermöglichen, dass „normale“ Daten wie E-Mails gemeinsam mit zeitkritischen Sprach-, Video- und Storage-Informationen über dieselbe Netzwerkinfrastruktur transportiert werden. „Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass sich eine solche Appliance auch als Software, in Form einer Virtual Machine, auf Hosts in einer Cloud-Umgebung oder auf IT-Systemen in einer Außenstelle implementieren lässt, und das auf ebenso einfache Weise wie im zentralen Rechenzentrum“, unterstreicht der Silver-Peak-Manager. „Dadurch sind Unternehmen nicht darauf angewiesen, ständig neue Versionen von kostspieliger WAN-Optimierungs-Hardware anschaffen zu müssen, wenn die Datenvolumina in ihren Netzen zunehmen.“

Software-Defined Networking ändert die Spielregeln

Software-Defined Networking ist nach Ansicht von Silver Peak Systems eine weitere Technologie, die qualitativ hochwertige WAN-Verbindungen benötigt. „SDN hat das Potenzial, die gesamte IT-Industrie nachhaltig zu verändern und das Netzwerkmanagement drastisch zu vereinfachen“, erläutert Dave Greenfield. SDN ersetzt die proprietäre Control Plane von Netzwerksystemen wie Routern und Switches durch eine Software, über die der Nutzer den Datenverkehr im Netzwerk nach eigenen Anforderungen lenken kann. Dank SDN könnten Anwender im Firmennetz Systeme implementieren, die Netzwerkfunktionen, Storage und Rechenleistung vereinen.

Anbieter von WAN-Optimierungslösungen haben diesen Trend aufgegriffen und stellen WAN Optimization Appliances in Form von Software bereit, genauer gesagt als Virtual Machines. Anwender können die Datenbeschleunigungsfunktionen mithilfe von gängigen Virtual-Infrastructure-Managementplattformen steuern, etwa VMware vCenter, Citrix XenCenter und Microsoft System Center. Die Vorteile dieses Ansatzes sind laut Silver Peak Systems Flexibilität und niedrige Kosten. Virtualisierungs- und Applikationsmanager wären dadurch in der Lage, Anwendungen jeder Art schneller, zuverlässiger und in besserer Qualität bereitzustellen, ohne dass sie dazu neue Hardware installieren oder Router und Switches neu konfigurieren müssten.

Software-Defined Acceleration im Vorteil

„Ein weiterer Vorteil von Software-Defined-Acceleration-Lösungen wie beispielsweise den Produkten der Silver-Peak-VX-Reihe ist die einfachere Implementierung“, sagt Dave Greenfield. „Eine Virtual WAN Optimization Appliance lässt sich in weniger als einer Stunde über das Internet herunterladen und einrichten. Bei einer physischen Appliance kann das Wochen oder gar Monate dauern.“ Zudem sei es für Unternehmen einfacher, Praxistests mit WAN-Optimierungssystemen durchzuführen, wenn eine Appliance als Software zur Verfügung steht. Greenfield nennt einen weiteren Vorzug gegenüber hardwaregestützten Lösungen: „Ein Nutzer kann jederzeit und auf einfache Weise auf eine leistungsstärkere Version umsteigen, wenn der Bedarf vorhanden ist. Das ist vor allem für Unternehmen von Vorteil, die noch nicht abschätzen können, wie sich ihre Anforderungen in Bezug auf die WAN-Bandbreite entwickeln.“

Das Fazit von Dave Greenfield: „Netzwerke bilden die Basis der modernen Informationsgesellschaft, und WAN-Optimierung ist angesichts dramatisch steigender Datenmengen, die über diese Netze übermittelt werden, wichtiger denn je.“ Seiner Einschätzung nach werden die Anbieter von WAN-Optimierungslösungen ihr Portfolio um unterschiedliche Produktlinien erweitern, auf Basis von Hard- und Software sowie von Virtual Machines. Damit würden sie die Grundlage dafür schaffen, dass Mitarbeiter von Unternehmen jederzeit und an jedem Ort die Möglichkeit haben, auf Anwendungen und Daten im Firmennetz zuzugreifen. „Deshalb werden immer mehr Unternehmen, Organisationen und öffentliche Einrichtungen in WAN-Optimierungsprodukte investieren, speziell in Virtual WAN Appliances. Damit sind sie bestens gerüstet, nicht nur für heutige Anforderungen, sondern auch für die Zukunft.“

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