Kabelnetze und -kunden in Baden-Württemberg wechseln den Betreiber

Kabel BW schließt den Kauf lokaler Kabelnetze von Tele Columbus ab

11.08.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

In Baden-Württemberg wechseln Netze und Anschlüsse den Besitzer; Bild: Kabel BW
In Baden-Württemberg wechseln Netze und Anschlüsse den Besitzer; Bild: Kabel BW

Die Kabelnetzbetreiber Kabel BW und Tele Columbus hatten im Mai den Verkauf der lokalen Netze von Tele Columbus in Baden-Württemberg vereinbart. Jetzt melden die Unternehmen den erfolgreichen Abschluss des Deals, nachdem das Bundeskartellamt der Transaktion zugestimmt hat. Über den Kaufpreis haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Kabel BW übernimmt mit den Tele-Columbus-Netzen die Versorgung von rund 43.000 Kabelkunden, die zuvor von Kabel BW nur mit dem TV-Signal beliefert werden konnten. Nach der vollständigen Integration der Netze ist die Bereitstellung des gesamten Entertainment-Angebots von Kabel BW mit analogem und digitalem Fernsehen, schnellem Internet und Telefon geplant.

In den kommenden Monaten sollen die ehemaligen Tele-Columbus-Netze unter anderem in Reutlingen, Stuttgart, Karlsruhe, Schwäbisch Gmünd und Wertheim möglichst vollständig in die Infrastruktur von Kabel BW integriert und an das landesweite Glasfasernetz angeschlossen werden.

Harald Rösch, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Kabel BW, erläutert warum die Übernahme für sein Unternehmen und dessen Kunden ein Erfolg bedeutet: „Mit der zusätzlichen Reichweite können wir unsere Position in Baden-Württemberg weiter ausbauen und noch mehr Haushalten schnelles Internet über das Kabelnetz anbieten.“

Regionale Konzentration

Im Kabel BW Netz sind mit „Clever Kabel“ aktuell flächendeckend Internet-Bandbreiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde möglich. Neben analogem und digitalen Fernsehen bietet der baden-württembergische Kabelnetzbetreiber auch eine Auswahl an hochauflösenden TV-Sendern (HDTV) an und plant demnächst einen Abrufdienst für Filme (Video on Demand).

Tele Columbus indes will sich auf des Ausbau des Geschäfts in Ostdeutschland konzentrieren. Dietmar Schickel, Geschäftsführer der Tele Columbus Gruppe, sagt dazu: „Mit dem Verkauf der lokalen Netzinseln setzt Tele Columbus die Strategie der regionalen Fokussierung auf Investitionen und den Ausbau der integrierten Kabelnetze in den ostdeutschen Kernregionen weiter um.“

Die Transaktion verschaffe dem Unternehmen zusätzlichen Spielraum, um dort weitere Netze mit einer eigenen Signalzuführung über die Netzebene 3 zu erschließen und unabhängig vom regionalen Signallieferanten mit Fernsehen, Internet und Telefon aus einer Hand zu versorgen. „Aufgrund der regionalen technischen Voraussetzungen und Gegebenheiten war dies in den nur über die letzte Meile versorgten Netzinseln in Baden-Württemberg nicht möglich“, so Schickel.

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