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In Baden-Würtemberg könnten fast alle zu Kabel-BW-Kunden werden, wenn sie wollten Kabel BW erhebt Glasfaser zur Regelbauweise

Redakteur: Ulrike Ostler

Mit der Gemeinde Schiltach im Schwarzwald schließt Kabel BW seine die Aufrüstung des Kabelnetzes in Baden-Württemberg ab. Nach Auskunft des Netzbetreibers können nun 7,7 Millionen Bürger mit einer Geschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde im Internet surfen – sowohl in den Städten, wie auch in den ländlichen Regionen.

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Wer heute kein Internet hat oder ungenügend Bandbreite zum Upload der Bewerbungsunterlagen, findet nicht einmal eine Stelle. Denn viele Unternehmen bevorzugen eine Online-Bewerbung, direkt auf ihrer Website oder per E-Mail. Grafik: Bitkom
Wer heute kein Internet hat oder ungenügend Bandbreite zum Upload der Bewerbungsunterlagen, findet nicht einmal eine Stelle. Denn viele Unternehmen bevorzugen eine Online-Bewerbung, direkt auf ihrer Website oder per E-Mail. Grafik: Bitkom
( Archiv: Vogel Business Media )

Nach eignen Angaben hat Kabel BW allein in den vergangenen vier Jahren mehr als eine halbe Milliarde Euro in das eigene Netz investiert und damit Baden-Württemberg in Deutschland an die Spitze des Internet-Ausbaus katapultiert. Mit der Netzabdeckung von 100 Megabit pro Sekunde für 74 Prozent der Haushalte im Land erfülle Kabel BW damit das Breitbandziel der Bundesregierung von 2014 praktisch aus eigener Kraft im Alleingang , sagt Harald Rösch, Vorsitzender der Geschäftsführung und setzt hinzu: „mit der doppelten Geschwindigkeit und drei Jahre früher als gefordert.“

Im Jahr 2014 sollen 75 Prozent aller Haushalte einen Anschluss von mindestens 50 Megabit pro Sekunde erhalten können. Ende 2008 verfügten nach Angaben des Branchenverbands Bitkom rund 58 Prozent der insgesamt 39,8 Millionen Haushalte in Deutschland über einen schnellen Internet-Zugang. Ein Jahr vorher waren es noch 50 Prozent.

Dabei entfielen 21,2 Millionen Breitband-Anschlüsse zum Jahreswechsel auf DSL, gut 1,9 Millionen auf TV-Kabel und nur rund 0,1 Millionen auf andere Technologien wie Glasfaser oder Satellit. Besonders stark war jedoch das Wachstum bei Zugängen über das TV-Kabel.

Bisher noch wenig Glasfaser

Rösch hebt die Leistungsfähigkeit von Glasfasernetzen hervor. „Die Gesamt-Bandbreite unseres Kabels liegt pro Haushalt mit insgesamt 5.000 Megabit pro Sekunde genau 100mal höher als bei VDSL.“ Somit sei noch Luft nach oben, zumindest in baden-Württemberg. „Wir nutzen aktuell gerade einmal zwei Prozent unserer Kapazität für das Internet.“

Das Unternehmen kündigt an, dass bis 2011 direkte Glasfaseranbindungen der Haushalte schrittweise zur Regelbauweise für die Netze von Kabel BW würden. Dazu hat das Unternehmen eine Technik und Betreiberkonzepte für die Netzerweiterung entwickelt, die die bisherigen Netze mit Glasfaser bis in das Gebäude ergänzt.

Vor allem in ländlichen Regionen, in denen bisher noch keine Infrastruktur für schnelles Internet verfügbar ist, sowie in Neubaugebieten und Gewerbegebieten sei die Glasfaser bis in das Gebäude eine sinnvolle Ergänzung und Weiterführung des bisherigen Glasfaser-Koax-Breitband-Netzes (HFC-Netzwerk) von Kabel BW.

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