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Zentrales Management, virtualisierter MCG, neue Line-Cards Juniper zeigt SDN-Lösungen für Carrier

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Juniper Networks präsentiert Software und Services mit denen Mobilfunkbetreiber Software-Defined Networks (SDN) implementieren sollen. Flankierend stellt der Hersteller Leitungsanschlusskarten für die SRX-Serie vor.

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Junipers SRX-Leitungsanschlusskarten sollen Performance und Zuverlässigkeit in LTE-Netzen verbessern.
Junipers SRX-Leitungsanschlusskarten sollen Performance und Zuverlässigkeit in LTE-Netzen verbessern.
(Bild: Juniper )

Nach der Vorstellung einer umfassenden SDN-Strategie im Januar legt Juniper Networks (Juniper) jetzt nach und präsentiert konkrete Lösungen für Netzbetreiber. Die sollen damit die ersten zwei Stufen auf dem Weg zum SDN erklimmen – gemäß Junipers Lesart gibt es derer insgesamt vier.

Stufe 1: Services Activation Director

Die erste Stufe heißt "Zentralisierung des Netzmanagements"; als korrespondierendes Produkt bewirbt der Hersteller den Juniper Networks Junos Space Services Activation Director, inklusive Multiprotocol Label Switching (MPLS) und Carrier Ethernet für Mobile Backhaul. Mit der Lösung könnten Unternehmen das Management vereinfachen, Betriebskosten senken und bessere Erkenntnisse über den Geschäftsbetrieb durch die Netzwerke gewinnen – heißt es.

Services Activation Director und die Anwendung Junos Space sollen noch im ersten Halbjahr 2013 verfügbar sein.

Stufe 2: Virtueller Mobile Control Gateway

Als zweite Stufe betrachtet Juniper die Trennung von Hardware und Services. Auf Produkte gemünzt bedeutet das nun: Der Mobile Control Gateway läuft als virtualisierte Funktion auf der JunosV App Engine.

Damit können Anwender Steuerungsfunktionen (SGSN/MME) für LTE-, 3G- und 2G-Funkzugangsnetze flexibel skalieren. Verglichen zu physikalischen Systemen verkürzen Netzbetreiber so die Einführungszeit um 46 Prozent und senken Bereitstellungskosten um 61 Prozent – das versprechen zumindest von Juniper zitierte Zahlen von ACG Research.

Speziell für LTE: SRX-Leitungsanschlusskarten

Jetzt vorgestellte SRX-Leitungsanschlusskarten sollen zudem Performance und Zuverlässigkeit in LTE-Netzen verbessern. Der Hersteller verspricht Durchsätze zu 200 Gbit/s und 100 Millionen gleichzeitige Sessions.

Die als "New Next Generation Services Processing Card[s] (NG-SPC) angebotenen Adapter taugen für Service-Gateways der Reihen SRX5600 sowie SRX5800 – auf den Systemen der Plattform vereint Juniper Security-Gateway, Firewall, Switches und Router. Der Hersteller bewirbt die SRX-Serie als besonders zuverlässig. So könnten beispielsweise Hard- und Softwareupates im laufenden Betrieb vollzogen werden. Mit redundanten Komponenten erfülle man zudem Qualitätsstufen der Carrier-Klasse.

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