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Chefsache 2014: wie Juniper sein Geschäft in diesem Jahr treiben will Juniper: "Kreative Preisstrategien lassen Nachfrage steigen."

| Redakteur: Sylvia Lösel

Netzwerkanalyse, Big Data, Heimvernetzung und Smart Grids sind nur einige der Trends, die Alix Leconte, Area Vice President DACH bei Juniper für 2014 ausmacht.

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Alix Leconte, Area Vice President DACH von Juniper Networks
Alix Leconte, Area Vice President DACH von Juniper Networks
(Bild: Juniper)

IP-Insider: Welche Trends und Entwicklungen erwarten Sie in Ihrem Marktsegment im Jahr 2014?

Leconte: Service Provider in ganz Europa werden im nächsten Jahr einen rapiden Anstieg des Datenverkehrs feststellen. Dieser Anstieg wird dabei durch Over-the-Top-Inhalte und mobile Dienste gefördert, die einen hohen Datenverbrauch aufweisen.

Da Service Provider ihre Akquisitionen und Fusionen, wie zum Beispiel die von Vodafone/Kabel Deutschland oder Telefónica O2/E-Plus, im kommenden Jahr abschließen werden, wird der Wettbewerbsdruck weiter steigen. Viele dieser Service Provider stehen vor der Herausforderung, ihr Netzwerkinventar über die reine Verbindungsleistung hinaus zu monetarisieren.

Netzwerkanalyse und Big Data werden ebenfalls wichtiger, da Service Provider immer auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen und Partnerschaften sind, mit Hilfe derer sie ihre Datenzentren und Kapazitäten besser auslasten und monetarisieren können. Zudem werden Geschäftsvereinbarungen, die Service Provider-Dienste dazu einsetzen, die Wertschöpfung ihrer Cloud-Angebote (z.B. Microsoft 365) sowie Content-Aggregatoren (z.B. Akamai) zu steigern, an Bedeutung gewinnen.

Im mobilen Bereich werden kreative Preisstrategien und Paketangebote sowie hohe standortunabhängige Bandbreite (z.B. LTE, Vectoring, WiFi oder in Kombination) die Nachfrage weiter steigen lassen. Ein gesonderter Fokus wird dabei auf Datenschutz und Sicherheit liegen. Breitbandinitiativen der deutschen Regierung wie zum Beispiel das Vectoring (als eine Brückentechnologie bis sich private Glasfaseranschlüsse durchgesetzt haben) werden weitere Investitionen in ländlichen Gebieten hervorrufen. Die Konsolidierung von Datenzentren mittels Virtualisierung wird zunehmen und andere Initiativen wie Heimvernetzung und Smart Grids werden weiter an Bedeutung gewinnen.

IP-Insider:Wie stellt sich Ihr Unternehmen auf diese Situation ein?

Leconte:Mit der zunehmenden Virtualisierung der IT-Branche sind traditionelle Networking- und Security-Unternehmen auf neue Services angewiesen: Fundierte Kenntnissen über Virtualisierungsprozesse und die Programmstrukturen von Open Source Umgebungen ermöglichen Geschäftserfolg und künftiges Wachstum.

Juniper wird 2014 weiterhin eng mit seinen Kunden zusammenarbeiten, um Herausforderungen im Geschäftsalltag rechtzeitig zu adressieren und gemeinsam mit Partnern passende Netzwerklösungen zu schaffen.

IP-Insider:Was wünschen Sie sich – privat und/oder beruflich – vom neuen Jahr?

Leconte:Wir wollen unsere Channel-Partner noch besser integrieren und sie beim Ausbau ihres Fachwissens über Virtualisierungslösungen mit entsprechenden neuen Trainingsprogrammen unterstützen.

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