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Laut Lancom-Chef Koenzen bringt der Standard 802.11n nur Vorteile

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum Umstieg auf Wireless LAN“

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Die ersten Diskussionen zum Standard 802.11n wurden schon 2003 geführt. Die Ratifizierung hatte sich mehrfach verzögert. Doch jetzt ist aus dem Draft ein Standard geworden. Was hat sich seitdem geändert?

Ralf Koenzen: Da sich die Ratifizierung in die Länge zog, hat Lancom, wie viele andere Hersteller auch, nach dem Entwurf „Draft 2.0“ WLAN-Geräte auf den Markt gebracht. Der Entwurf beinhaltete bereits alle grundlegenden Anforderungen und auch Industrie und Wirtschaft wollten nicht länger auf die Vorzüge des High-Speed-WLANs verzichten.

Unter diesen Voraussetzungen fanden die so genannten „Draft-Produkte“ mit dem vorläufigen Standard große Akzeptanz und wurden weltweit bereits vor der offiziellen Verabschiedung des Standards millionenfach verkauft und in Betrieb genommen. Trotzdem sind die von Lancom seit Mai 2008 vermarkteten Draft-Produkte standardkonform und interoperabel mit den kommenden Produkten auf der Basis des finalen IEEE 802.11n-Standards.

Derzeit macht Lancom mit Outdoor-WLAN gemäß 802.11n auf sich aufmerksam.

Ralf Koenzen: Auch bei Outdoor-WLAN-Anwendungen ist 802.11n ein großer Gewinn. Die drastisch gestiegene Leistungsfähigkeit des WLANs bringt auch Richtfunkstrecken zur Verbindung von Bürogebäuden oder Standorten im ländlichen Raum mit großen Schritten voran. Dank der neuen WLAN-Technik sind Hochleistungsrichtfunk-Strecken bis zu fünfmal schneller als die Punkt-zu-Punkt-Verbindungen auf Basis des Vorgängerstandards. So erzielen Richtfunkstrecken auf Basis unserer 802.11n-Technik bringt je nach Distanz Nettodatenraten bis 100 Megabit pro Sekunde und überbrücken bis zu 20 Kilometer.

Bei Punkt-zu-Punkt-Verbindungen im Außenbereich ist die Leistungssteigerung durch MIMO doch aufgrund der fehlenden Reflexionen nur eingeschränkt möglich?

Bei Punkt-zu-Punkt-Verbindungen im Außenbereich ist die Leistungssteigerung durch MIMO doch aufgrund der fehlenden Reflexionen nur eingeschränkt möglich?

Ralf Koenzen: Das stimmt wohl. Denn bei Punkt-zu-Punkt-Verbindungen im Außenbereich muss zwischen Sender und Empfänger eine Sichtbeziehung bestehen, die frei von Hindernissen ist. Tatsächlich wurde der WLAN-Standard ursprünglich nur für die Nutzung im Gebäude konzipiert.

Um die Performance-Gewinne durch MIMO auch bei Richtfunkstrecken nutzen zu können, mussten wir alte und neue Technologien kombinieren. Das Zusammenspiel von Mehrwegeausbreitung, Polarisations-Diversity und 5-Gigahertz-Band ergibt für Punkt-zu-Punkt-Strecken mit 802.11n völlig neue Dimensionen für Datendurchsatz und Reichweite.

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