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2013 stagniert der deutsche ITK- und CE-Markt ITK & CE Tops und Flops 2013/2014

Redakteur: Katrin Hofmann

Für 2014 ist der Bitkom für den deutschen ITK- und CE-Markt wieder optimistisch. 2013 allerdings hat allen voran die Consumer-Electronics-Sparte die optimistische Frühjahrsprognose verhagelt. Dennoch wird es voraussichtlich insgesamt keinen Umsatzrückgang geben, und manches Segment dürfte sogar mit einem Umsatzplus glänzen.

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Mobile Technik ist nach wie vor ein wichtiger Umsatztreiber.
Mobile Technik ist nach wie vor ein wichtiger Umsatztreiber.
(© bloomua - Fotolia.com)

War der Bitkom noch im Frühjahr dieses Jahres von einem möglichen Wachstum des ITK- und CE-Marktes in Deutschland von 1,4 Prozent ausgegangen, muss der Verband nun seine Prognose deutlich nach unten korrigieren. Kurz vor dem Jahresabschluss wurde eine Schätzung vorgelegt, der zufolge der ITK-Umsatz inklusive Consumer Electronics (CE) hierzulande in diesem Jahr stagnieren wird. Die Branchenvertreter jedenfalls rechnen mit einem Umsatz von rund 151,9 Milliarden Euro bis Jahresende, was lediglich 0,1 Prozent mehr wären als 2012.

TV-Verkauf lahmt

Vor allem der CE-Bereich habe die Hoffnungen kräftig verhagelt, erläutert Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. Um 10,8 Prozent soll der Umsatz hier im Jahresvergleich einsacken, unter anderem bedingt durch Rückgänge im TV-Segment nach starken Vorjahren. Auch TK-Dienst- und IT-Hardware-Anbieter werden demnach mit leichten Verlusten in Höhe von 1,7 Prozent beziehungsweise 1,1 Prozent zu kämpfen haben.

Hier soll unter anderem eine Kaufzurückhaltung bei Desktop-Rechnern und Notebooks ausschlaggebend sein. In beiden Segmenten zusammen soll der Umsatz bis Jahresende auf 5,1 Milliarden Euro schrumpfen. 2013 wurden noch 6,1 Milliarden Euro umgesetzt. Allerdings könnte der Tablet-Umsatz von 1,9 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf 2,8 Milliarden Euro bis Ende dieses Jahres erstarken.

Zuwachs bei Services und Software

Mehreinnahmen sind laut Bitkom auch in den Segmenten IT-Services (plus 2,4 Prozent), TK-Infrastruktur (2,9 Prozent Zuwachs), Software (4,9 Prozent Anstieg) und vor allem bei TK-Endgeräten (plus 7,9 Prozent) zu erwarten. Bei letzteren sind es insbesondere Smartphones, die das Geschäft beflügeln. Sie befinden sich laut Bitkom „im Dauerboom“.

Konkret soll der mit ihnen hierzulande erzielte Umsatz dieses Jahr auf 8,4 Milliarden Euro steigen, nach 7,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Zeitgleich könnte der Absatz auf 26,4 Millionen Stück anwachsen (2012: 21,6 Millionen). Im CE-Segment können darüber hinaus Prof. Dieter Kempf zufolge vor allem Anbieter von Spielekonsolen Hoffnung auf das Jahresendgeschäft hegen. Hier wird mit einem Umsatzzuwachs in Höhe von 13,6 Prozent gerechnet.

2014

Mit Blick auf das nächste Jahr ist der Branchenverband wieder optimistischer, was den möglichen ITK-/CE-Gesamtumsatz angeht. Dann werden 1,6 Prozent Wachstum und damit ein Umsatz in Höhe von 154,4 Milliarden Euro angepeilt.

Beispielsweise werde es voraussichtlich eine leicht positive Entwicklung bei der Unterhaltungselektronik geben. Der Umsatz soll dann um 1,2 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro zulegen.

Neben einer Stabilisierung des TV-Geschäfts dank technologischer Innovationen wie Ultra-HD sowie den positiven Impulsen durch sportliche Großereignisse wie die Fußballweltmeisterschaft sollen vor allem die Umsätze mit Spielkonsolen dank einer neuen Gerätegeneration, die zum Jahreswechsel auf den Markt kommen, kräftig anziehen. Auch für das TK-Segment (Endgeräte, Infrastruktur und Dienste) rechnet der Bitkom nach einer Stagnation in diesem Jahr wieder mit mehr Umsatz, einem Plus von rund 1,6 Prozent. Der IT-Sektor (Services, Software, Hardware), der dieses Jahr um zwei Prozent zulegen soll, werde 2014 um 2,8 Prozent wachsen.

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