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ENTERPRISE MOBILITY SUMMIT IT und Medizin: Ist das kompatibel?

| Autor / Redakteur: M.A. Sylvia Lösel / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

„One click a day keeps the doctor away“ ist der Titel der Focus-Keynote, die Prof. Dr. med. Tobias Gantner auf dem Enterprise Mobility Summit Anfang Oktober in Frankfurt hält. Hier ein kleiner Appetithappen.

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Prof. Dr. med. Tobias D. Gantner, Geschäftsführer HealthCare Futurists GmbH
Prof. Dr. med. Tobias D. Gantner, Geschäftsführer HealthCare Futurists GmbH
(Bild: Gantner)

Ein jedes Gewerbe funktioniert nach eigenen Gesetzmäßigkeiten. Die Medizin hat nicht nur verschiedene Wissenschaften in sich vereint, sie hat in Deutschland auch noch ein eigenes Gesetzbuch, das sich mit ihrer formal korrekten Ausübung beschäftigt. Dabei geben sich die Akteure von alters her Regeln, wie sie miteinander umgehen möchten. Veränderungen sind eigentlich nicht vorgesehen.

Eindringlinge

In diese heile Welt der arterhaltenden Regulierungen treten nun immer häufiger auch Marktteilnehmer, die bisher damit nichts zu tun hatten. Ihr Versprechen ist eine Lebensqualitätsverbesserung, möglicherweise auch eine Lebensverlängerung aber auf jeden Fall eine Veränderung der Perspektive, wie Medizin praktiziert und bewertet wird. Diese computergestützten Geschäftsmodelle stellen oft den Patienten, in Gestalt eines Konsumenten, in den Mittelpunkt und wirken somit erst einmal bedrohlich auf die, die bisher das alleinige Sagen hatten. Die neuen Technologien, wie das „internet of healthy things“, verbinden unterschiedliche Sensoren miteinander und nehmen für sich in Anspruch, Vorhersagen zum Verhalten von Individuen und deren Erkrankungen machen zu können. Predictive Analytics, eine Methode aus dem fast moving consumer goods Bereich, versucht nun auch in den Medizinbereich einzudringen.

Skepsis

Das trifft auf Skepsis, insbesondere derer, die davon leben, ihr Wissen zu Maß des medizinisch Sinnvollen zu machen und sich von Wandel eher bedroht fühlen. Da das Gesundheitswesen aber kein Markt wie jeder andere ist, sondern solidarisch über Mitgliedsbeiträge der gesetzlich Versicherten finanziert wird, gestaltet sich die Aufnahme dieser neuartigen und ungewöhnlichen Innovationen, jenseits der althergebrachten pharmazeutischen und medizintechnischen Geschäftsmodelle als sehr schwierig. Es wird nötig daher, Innovation neu zu denken. Insbesondere das Segment der Versicherer und IT Dienstleister könnte hier neue Möglichkeiten für sich entdecken, da die Zahlungsbereitschaft der Kunden für gut geprüfte und eingeführte Produkte in hohem Maß vorhanden ist. Das Schöne am Medizinmarkt ist nämlich, dass er potenziell nicht zu sättigen ist. Wer könnte nicht immer noch besser aussehen, noch besser schlafen oder eine noch höhere Lebensqualität haben?

Mehr zum Enterprise Mobility Summit:

Spannende Einblicke darin, was sich auf dem App-Markt in den kommenden Jahren tun wird, gibt bspw. Maximilian Simon, Managing Director bei App Media. Im Fokus stehen dabei Themen wie Chatbots, Influencer Marketing und Instant Apps.

Einen weiteren Höhepunkt der Veranstaltung stellt die Verleihung der ENTERPRISE MOBILITY AWARDS dar, die wieder in drei Kategorien vergeben werden.

Haben Sie ein tolles Projekt realsiert?. Dann können Sie sich hier bewerben.

Im Vorfeld des Summit führt Vogel IT-Medien eine Studie durch. An dieser können Sie hier gerne teilnehmen.

Zur Anmeldung zum Enterprise Mobility Summit geht es hier: https://www.ip-insider.de/redirect/548861/aHR0cHM6Ly93d3cuZW0tc3VtbWl0LmRlLw/460b311d0e8f4f29e5e9f30603ae296ede1dc88881b6f4fb06efddee/article/

Enterprise Mobility Summit 2015

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Über den Autor

M.A. Sylvia Lösel

M.A. Sylvia Lösel

Chef vom Dienst (Online), Redakteur/Editor