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Wie verändern Remote Work und die Cloud das Monitoring? IT-Infrastruktur-Monitoring: breite vs. tiefe Analysen

Von Stephan Wohlfelder

Viele Unternehmen wollen ihren Mitarbeitern heute und in Zukunft höchste Flexibilität bieten und ermöglichen daher auch von zuhause aus den Zugriff auf Systeme im Unternehmen. Neben der Arbeit selbst beeinflusst der Anstieg von Homeoffice auch das Monitoring. Es gilt daher, das Monitoring-Konzept an die neue Situation anzupassen. Dabei sollten VPN- und Bandbreiten-Auslastung, WAN-Monitoring und generell das umfassende Monitoring aller relevanten Komponenten im Fokus stehen.

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Beim Monitoring stellt sich oft die Frage, ob man eher einen breiten oder einen tiefen Ansatz wählen sollte.
Beim Monitoring stellt sich oft die Frage, ob man eher einen breiten oder einen tiefen Ansatz wählen sollte.
(Bild: Paessler)

Flexibilität und Ortsunabhängigkeit verändern nicht nur die zu überwachenden Komponenten. Sie verändern auch den Monitoring-Workflow. Daten müssen unabhängig von Ort und Zeit stets für den IT-Administrator einsehbar sein – sei es über das Smartphone, das Tablet oder die Smart Watch. Neben dem klassischen Web Interface stehen daher auch mobile Apps zunehmend im Fokus.

Cloud-Dienste haben in den letzten Jahren massiv an Bedeutung gewonnen – ein Trend, der durch die Pandemie nochmal verstärkt worden ist. Grundsätzlich gilt, dass ein modernes Monitoring in der Lage sein muss, auch Cloud-basierte Dienste – beispielsweise Office 365 – zu überwachen. Nichtsdestotrotz spielt bei den meisten Unternehmen die klassische Infrastruktur vor Ort nach wie vor eine wichtige Rolle. Das bedeutet, dass diese im Rahmen eines umfassenden Monitoring-Konzepts berücksichtigt und angemessen einbezogen werden muss.

Monitoring-Analyse: breit vs. tief

Je nach den individuellen Anforderungen an das Monitoring entscheiden sich Unternehmen entweder für einen breiten oder einen tiefen Monitoring-Ansatz. Grundsätzlich gilt: Je breiter die Verantwortung, desto wichtiger ist ein möglichst breites Monitoring-Konzept. Moderne, breit aufgestellte Monitoring-Konzepte sind nicht nur in der Lage, die komplette IT zu überwachen. Sie beziehen beispielsweise auch Umgebungsparameter ein, die Auswirkungen auf die Infrastruktur haben können. Sie können wiederkehrende Muster in verschiedenen Bereichen der IT erkennen und so Zusammenhänge zwischen beispielsweise Traffic, Storage und Infrastruktur entdecken.

In hochspezialisierten Bereichen wie beispielsweise Development und IT Operations (DEVOps) kommen breit angelegte Konzepte jedoch schnell an ihre Grenzen. Dann ist es ratsam, eine entsprechend spezialisierte, sprich „tiefe“ Monitoring-Lösung, einzusetzen – beispielsweise für die Analyse von Traffic-Daten mittels NetFlow. Häufig beinhalten tiefgehende Analysen auch zusätzliche Management-Funktionen wie etwa ein aktives Steuern des Traffics basierend auf der getroffenen Analyse. Derartig tiefe Lösungen sind komplex und nur für sehr begrenzte Einsatzgebiete geeignet. Daher setzen viele Unternehmen mehrere unterschiedliche Monitoring-Lösungen von verschiedenen Herstellern an. In diesem Fall laufen die Daten allerdings nicht zusammen, es entstehen Silos und es fehlt ein zentraler Überblick.

Zusammenfassend kann man sagen: Ein breiter Ansatz beim Monitoring ist besonders geeignet, um Ausfälle und Probleme aufzudecken und entsprechend zu alarmieren, damit zeitnah reagiert werden kann. Tiefgehende Tools bieten Spezialisten tiefe Einblicke und helfen bei Fehleranalyse und langfristiger IT-Optimierung.

Wie finden Sie das richtige Monitoring-Konzept?

Für viele IT-Experten ist Monitoring immer noch ein Randthema. Hinzu kommt, dass der Markt relativ unübersichtlich ist. Deswegen ist es wichtig, sich im Vorfeld Gedanken zu den generellen Anforderungen an die Lösung zu machen: Wie soll das Monitoring aussehen? Welche Informationen möchte ich sammeln?

Im zweiten Schritt sollten Unternehmen dann Trial-Versionen verschiedener Hersteller anfragen und sie über einen bestimmten Zeitraum testen. Bei größeren Implementierungen ist es ratsam, einen Monitoring-Experten mit an Bord zu holen.

Was muss eine Monitoring-Lösung heute erfüllen?

Eine geeignete Monitoring-Lösung sollte Daten zur Verfügbarkeit und Performance sammeln und speichern können.

Das Tool muss beim Überschreiten von definierten Schwellwerten Alarme auslösen und die Verantwortlichen informieren.

Die Lösung sollte die Daten ansprechend und übersichtlich visualisieren (Dashboards und Reports).

Stephan Wohlfelder.
Stephan Wohlfelder.
(Bild: Paessler)

Optimalerweise unterstützt die Monitoring-Lösung verschiedenste Protokolle wie snmp, wmi, ping etc. Dann können bei der Untersuchung Daten jeder Art mitberücksichtigt werden und jede IT-Komponente lässt sich überwachen. Im Idealfall lassen sich „breite“ und „tiefe“ Lösungen miteinander integrieren und erlauben so beides: eine zeitnahe Alarmierung im Ernstfall verbunden mit einer Root-Cause-Analyse zur Fehlerbehebung und langfristigen Optimierung der IT.

Über den Autor

Stephan Wohlfelder ist Senior Sales Manager DACH bei Paessler.

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