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IP-Insider fragt nach: IPv6-Video mit Constanze Bürger IPv6-Status-quo in Deutschland – die v6-Roadmap des Bundes

Redakteur: Ulrike Ostler

Die Öffentliche Verwaltung in Deutschland hat vom RIPE NCC einen /26-Block an IPv6-Adressen erhalten. Verantwortlich für die Beschaffung ist das Referat IT 5, IT-Infrastrukturen und IT-Sicherheits-Management des Bundes vom Bundesministerium des Innern (BMI). Hier arbeitet und koordiniert Constanze Bürger. Sie erläutert den Status Quo der IPv6-Migation in Deutschland.

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Constanze Bürger erläutert auf sympathische Art, was mit den vielen Milliarden IPv6-Adressen des erworbenen /26-Blocks geschieht.
Constanze Bürger erläutert auf sympathische Art, was mit den vielen Milliarden IPv6-Adressen des erworbenen /26-Blocks geschieht.
( Archiv: Vogel Business Media )

Deutschland ist im Besitz von fünf Quintillionen IPv6-Adressen für die Öffentliche Hand. Dieser /26-Block soll auf Bundesämter und -behörden, aber auch auf Regierungen und Verwaltungen der Öffentlichen Hand in den Ländern und Kommunen, aufgeteilt werden. Denn diese sollen nicht jeweils neu beim Réseaux IP Européens Network Coordination Centre (RIPE NCC) IPv6-Adressen beantragen müssen.

Doch dieses Ziel klingt weiter entfernt, als es ist. So gibt es erste IPv6-Projekte, die bereits mit Unterteilungen dieses Adressblocks arbeiten. IP-Insider hat mit Constanze Bürger am Rande des desjährigen IPv6-Kongresses ein Interview geführt. Sie arbeitet für das Referat IT 5, IT-Infrastrukturen und IT-Sicherheitsmanagement des Bundes im Bundesministerium des Innern und koordiniert dort die IPv6-Belange der Öffentlichen Hand.

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In den rund 15 Minuten der Aufzeichnung stellt Bürger zwei IPv6-Projekte des Bundes vor und erläutert, welche Aufgaben das Referat IT 5 sonst noch übernommen hat.

Aus dem Inhalt

So entsteht unter anderem ein IPv6-Handbuch, in dem es um die Organisation von IPv6-Projekten geht, aber auch um IPv6-Technik für das Routing, die Anschlüsse, DNS und die IPv6-Spezifikationen. Denn längst sind nicht alle Fragen um die Version 6 des Internet-Protokolls geklärt, etwa in puncto Sicherheit.

Bürger und das gesamte achtköpfige IPv6-Team hat sich etwa in Asien und den USA umgesehen, um herauszufinden, welches Vorgehen sich bei der Migration empfiehlt. Doch nicht immer passen die dortigen Vorgehens- und Sichtweisen.

Letztlich soll das Handbuch ein Best-Practice-Leitfaden sein, dessen Inhalt nicht nur Verwaltungsstellen nützlich sein kann, sondern auch der Wirtschaft. Dazu gehört auch ein Überblick über IPv6-taugliche Produkte – „Transparenz“ ist hier das Stichwort von Bürger.

Schließlich begründet Bürger, warum sie die jetzigen Vergabe-Richtlinien von IPv6-Adressen für gerecht hält und sich gegen eine Änderung wehrt. Ein solches Ansinnen kommt etwa von der International Telecommunications Unit (ITU). Die Organisation hält bei der jetzigen Regelung, die Entwicklungs- und Schwellenländer für benachteiligt.

Das Video und die Bildergalerie

Das Interview, das IP-Insider-Redakteurin Ulrike Ostler führte, dauert rund 15 Minuten:

IP-Insider fragt nach: IPv6 im Öffentlichen Sektor, Constanze Bürger klärt über den deutschen IPv6-Status auf

In der Bildergalerie (siehe: oben) findet sich der komplette Foliensatz des Vortrags, den Bürger auf dem diesjährigen IPv6-Kongress in Frankfurt gehalten hat.

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