Riverbed-Prognosen für 2018

IoT, Service Provider und das Nutzererlebnis

| Autor / Redakteur: Michael Rudrich / Andreas Donner

2018 wird das Internet of Things (IoT) im Mittelpunkt neuer Strategien und Dienstleistungen stehen.
2018 wird das Internet of Things (IoT) im Mittelpunkt neuer Strategien und Dienstleistungen stehen. (Bild: © – PhotoSG – stock.adobe.com)

Auch in diesem Jahr wird das Internet of Things (IoT) die IT prägen. Mehr und mehr Geräte müssen verwaltet und deren Konnektivität gesichert werden. Hier lauert hohes Potenzial für Service Provider – vor allem werden jene profitieren, die hochzufriedene Kunden vorweisen können.

Das Internet of Things (IoT) wird 2018 ein beherrschendes IT-Thema sein und eine Reihe von Veränderungen auslösen.

Prognose 1: Das IoT und Hyper-Konnektivität werden traditionelle Security-Maßnahmen grundlegend verändern

Früher gab es nur wenige Möglichkeiten, Zugang zu einem System zu erhalten. Heutzutage steigt die Zahl der Geräte und Access Points und damit die Zahl der Zugänge rapide. Traditionelle Sicherheitsmaßnahmen reichen deshalb nicht mehr aus. Die Vorstellung, dass das Netzwerk durch den Einsatz einer Firewall, die vertrauenswürdigen und nicht vertrauenswürdigen Traffic trennt, geschützt wird, ist antiquiert. Stattdessen können Unternehmen die Sicherheit ihres Netzwerks sicherstellen, wenn sie es ganzheitlich betrachten und auf Lösungen setzen, die Anwenderverhalten überwachen und diese Abweichungen erfassen.

Prognose 2: Service Provider werden für den Erfolg von IoT entscheidend sein

Das IoT setzt sich rasant durch: Bis zum Jahr 2020 ist mit 30 Mrd. IoT-Geräten weltweit zu rechnen. Die Geräte müssen alle mit dem Internet verbunden, verwaltet und gesichert werden, zugleich aber auch eine hohe Quality of Service (QoS) für Endanwender liefern. Service Provider bieten das umfassendste Set an Kommunikationssystemen. Unternehmen wiederum sind auf Mobilitätsservices, Bandbreite oder Netzwerkinfrastruktur angewiesen, wollen sie die benötigte Konnektivität bereitstellen. Die Verwaltung der Konnektivität der IoT-Geräte stellt für die Unternehmen eine enorme Herausforderung dar, weshalb Service Provider davon profitieren werden, dementsprechende Dienstleistungen anzubieten.

Prognose 3: Für Service Provider wird das Nutzererlebnis zum Wettbewerbsvorteil

Heute bestimmen hohe Verfügbarkeit, Sicherheit und Performance, wie wertvoll erbrachte Dienstleistungen für Kunden sind. Dem Nutzererlebnis bezüglich dieser Services wird hingegen wenig Beachtung geschenkt, da es schwierig zu messen ist. Service Provider werden deshalb in diesem Jahr damit beginnen, die subjektive Stimmung der Anwender mittels Natural Language Processing zu bestimmen. Diese Technologie kann menschliche Kommunikationskanäle (Twitter, Facebook, Message Boards etc.) interpretieren und so die Zufriedenheit der Anwender messen. Diese Ergebnisse können dann herangezogen werden, um Probleme mit Anwendungen oder dem Netzwerk basierend auf der Stimmung der Anwender zu erkennen. Sie ergänzen also traditionelle Monitoring-Technologien. Provider erhalten damit eine weitere Quelle, mit der sie bestimmen können, wie und wo sie Probleme angehen müssen. Dies wiederum sorgt für einen Wettbewerbsvorteil, da sie auf die große Zufriedenheit ihrer Kunden verweisen können.

Prognose 4: Ein positives Nutzererlebnis ist nur mit Netzwerken der nächsten Generation möglich

Ein Unternehmen ist im Grunde genommen ein distribuiertes Netzwerk, das aus kleineren Workgroups besteht, die über das Netzwerk miteinander verbunden sind. Die Nutzererfahrung bezüglich der wichtigsten Anwendungen und Services kann von Niederlassung zu Niederlassung und aus verschiedenen Gründen variieren. Die unterschiedlichen Erfahrungen, die Mitarbeiter mit Anwendungen machen, können allerdings negativ beeinflussen, wie diese Anwendungen und Services bewertet und wie häufig sie eingesetzt werden. Werden Anwendungen und Services wegen schlechter Nutzererfahrung nicht genutzt, stehen die erhofften Funktionalitäten nicht zur Verfügung, obwohl dafür Budget investiert wurde. Das traditionelle Netzwerk ist hardwareabhängig und läuft mit fragmentierten oder sogar ineffizienten Technologien, die schwankende Performance zur Folge haben. In solchen Netzwerken ist das Performance-Management der Anwendungen und Services schwierig: Es gibt keinen ganzheitlichen Blick auf die Aktivitäten und die Anforderungen an das Netzwerk, weshalb die nötigen Schritte nicht unternommen werden können.

Michael Rudrich.
Michael Rudrich. (Bild: Riverbed)

Netzwerke der nächsten Generation hingegen werden zum Großteil software-defined sein. Damit kann die IT die optimalen Netzwerkpfade nutzen, Prioritäten im Netzwerk-Traffic richtig setzen und die reibungslose Funktion des Netzwerks überall sicherstellen. Diese Netzwerke bieten zudem integrierten Ende-zu-Ende-Einblick auf das Nutzererlebnis – vom Rechenzentrum bis zu den Endgeräten am Netzwerkrand. So können alle Faktoren identifiziert und behoben werden, die möglicherweise die Performance beeinflussen – und dies bevor die Anwender davon betroffen sind.

Über den Autor

Michael Rudrich ist Regional Vice President DACH bei Riverbed.

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