Globale HiberBand-Abdeckung in den nächsten 18 Monaten

IoT-Nanosatellit erfolgreich gestartet

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Bis eine Message vom Sender zur Bodenstation gelangt, können 16 Stunden vergehen.
Bis eine Message vom Sender zur Bodenstation gelangt, können 16 Stunden vergehen. (Bild: Hiber)

Das niederländische Start-up Hiber hat den ersten Nanosatelliten für sein weltumspannendes IoT-Netzwerk aus dem Weltraum gestartet. Das soll Anfang 2019 mit 25 Kunden in Betrieb gehen und Sensoren in abgelegenen Regionen preisgünstig anbinden.

Mit Nanosatelliten in 600 Kilometern Höhe will das zuvor als Magnitude Space firmierende Start-up Hiber ein globales IoT-Netz aufspannen. Am 29. November hat das Unternehmen nun den ersten Trabanten erfolgreich vom indischen Satish Dhawan Space Centre in Sriharikota ins All geschossen. Weitere sollen folgen: In den kommenden zwölf bis 18 Monaten will das Unternehmen Dutzende Satelliten in den Orbit bringen.

Kommerziell starten soll das Low Power Global Area Network (LPGAN) allerdings schon im ersten Quartal 2019 und will von Beginn an mehr als 25 Kunden bedienen. Zu den Pilotnutzern zählt der Anbieter die British Antarctic Survey, welche Daten von Messstationen übertragen wird.

LPGAN-Modems auf der Erde schicken Daten auf 400 MHz (UHF) zu den Satelliten; der Downlink wird derweil per S-Band realisiert. Zunächst werden IoT-Devices täglich eine Nachricht mit 1.440 Bits zum Satelliten senden können – davon entfallen 248 Bit auf einen Header, der Modemkennung, Standort und Zeitstempel beinhaltet; für Daten verbleiben damit 144 Byte.

Die Latenz des Dienstes beträgt maximal 16 Stunden. Je nach Bodenposition müssen Modems zwischen anderthalb und zwölf Stunden auf Sichtkontakt zum Satelliten warten, weitere vier Stunden können vergehen bis die Daten zu einer der beiden Bodenstationen in Spitzbergen (Norwegen) oder Delft (Niederlande) weitergeleitet werden.

Bei der Weiterverarbeitung von Daten kooperiert Hiber mit verschiedenen Partnern. So sei man am 25. November zum AWS Commercial Launch Startup 2018 gekürt worden; zudem ermögliche man eine Integration mit IBM Watson sowie Actility.

Kosten soll der von Hiber angebotene IoT-Dienst wenige Euro pro Gerät und Jahr. Weitere Details, Datenblätter und Kontaktmöglichkeiten gibt es direkt beim Anbieter.

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