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58 Prozent der verkauften Fernseher besitzen einen Internetanschluss Internetanschluss wird zur TV-Grundausstattung

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Nach den Ergebnissen einer Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK geht der Branchenverband Bitkom davon aus, dass in der zweiten Jahreshälfte 2013 fast jeder dritte deutsche Haushalt mit einem Fernsehgerät mit Internetzugang (Smart-TV) ausgestattet sein wird.

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Smart-TVs können direkt mit dem Internet verbunden werden. Dadurch lassen sich viele Medienangebote aus dem Internet auf dem Fernseher nutzen, etwa Onlinevideotheken.
Smart-TVs können direkt mit dem Internet verbunden werden. Dadurch lassen sich viele Medienangebote aus dem Internet auf dem Fernseher nutzen, etwa Onlinevideotheken.
(Bild: Samsung)

Für die meisten Käufer von Fernsehern gehört der Internetanschluss zur Grundausstattung. 58 Prozent der bisher in diesem Jahr verkauften Geräte sind mit einem Onlinezugang ausgestattet, bis zum Jahresende werden es voraussichtlich über 70 Prozent sein. 2012 lag der Anteil der Fernseher mit Internetanschluss an den Geräteverkäufen erst bei 47 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK, die für den Branchenverband Bitkom durchgeführt wurde.

Bereits für die zweite Jahreshälfte wird davon ausgegangen, dass 30 Prozent der Haushalte in Deutschland mit einem Smart-TV ausgestattet sein werden, also einem Fernsehgerät mit Internetzugang. „Für den Großteil der Käufer ist der Netzwerkanschluss am Fernseher inzwischen ebenso selbstverständlich wie beim Computer“, sagt Michael Schidlack, Bitkom-Experte für Unterhaltungselektronik. „Smart-TVs machen den Zuschauer unabhängiger vom aktuellen Programm, weil sie per Knopfdruck Zugriff auf zahlreiche Onlinedienste wie die Mediatheken der TV-Sender bieten.“

Fernseher können auch über ein Zusatzgerät an das Internet angeschlossen werden. Viele externe Receiver, etwa zum Empfang von Kabel- oder Satellitenfernsehen, Blu-ray-Player und Spielkonsolen verfügen ebenfalls über einen Onlinezugang. Zudem gibt es spezielle Set-top-Boxen, die Internetdienste auf den Fernseher bringen. Laut einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Aris geht jeder zehnte Deutsche über eine solche Box mit seinem Fernseher online, acht Prozent nutzen hierfür ihren internetfähigen Blu-ray-Player bzw. -Rekorder, fünf Prozent greifen auf den Onlinezugang ihrer mit dem Fernseher verbundenen Spielkonsole zurück. Schidlack: „Geräte mit Onlinezugang werden immer stärker nachgefragt. Dadurch kann auch mit älteren Fernsehern ohne eigenen Internetanschluss auf Onlinedienste zugegriffen werden. Zudem lassen sich viele dieser Geräte mit dem Smartphone oder Tablet verbinden und können so Medien von diesen drahtlos abspielen.“

Methodik: Die Angaben zum Absatz von internetfähigen Fernsehern wurden im Auftrag des Bitkom vom Marktforschungsinstitut GfK erhoben. Die Daten zur Nutzung von externen Geräten zur Verbindung des Fernsehers mit dem Internet wurden in einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Aris im Auftrag des Bitkom ermittelt. Befragt wurden 1.004 Bundesbürger ab 14 Jahren.

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