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Optimierte RZ-Verbindungen Interconnection-Lösungen für Cloud-Rechenzentren

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Bei den neuen Interconnection-Lösungen für Public- und Private-Cloud-Rechenzentren kombiniert Hersteller Arista Networks die nach eigenen Angaben technologischen und operativen Vorteile seines Betriebssystems EOS und seiner Netzwerkautomationslösung CloudVision.

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Arista möchte mit DWDM- und VXLAN-Lösungen sowie der Unterstützung von Internetrouten auf Spine-Plattformen die Verbindung von Cloud-Rechenzentren optimieren.
Arista möchte mit DWDM- und VXLAN-Lösungen sowie der Unterstützung von Internetrouten auf Spine-Plattformen die Verbindung von Cloud-Rechenzentren optimieren.
(Bild: Arista)

Um die Anforderung bei der Verbindung von Clouds und der entsprechenden Einsatzszenarien abzudecken, hat Arista seine Netzwerkplattform erweitert. Zu diesen Erweiterungen zählen:

- Spine Transit: eine integrierte DWDM-100G-Line-Card mit sechs Ports für Langstreckenverbindungen mit integrierter MACsec-Verschlüsselung für die Arista-7500E-Spine-Switches.
- Spine Interconnect: sofort einsatzbereite, auf Standards basierende VXLAN-Lösungen für die Layer-2-Service-Erweiterung bei der Verbindung zwischen Standorten.
- Spine Peering: ein Ansatz für das Arista EOS (Extensible Operating System) zur kosteneffizienten Unterstützung von Internetrouten auf Spine-Plattformen.

Arista zufolge werden, wenn die Entfernungen zwischen den Standorten zunehmen, einzelne, kostspielige Geräte notwendig, um Verbindungen über diese Strecken mit hohen Bandbreiten realisieren zu können. Die 7500E-Series-100G-Line-Cards erlauben, so der Hersteller, das Wire-Rate-Switching über integrierte DWDM-Schnittstellen (Dense Wavelength Division Multiplex) für Datentransfers über Distanzen von bis zu 5.000 Kilometern. Diese konsolidierte Lösung sei so eine Alternative zu externen DWDM-Geräten, die ansonsten für Langstreckenübertragungen erforderlich seien. Zudem biete diese Line-Card IEEE 802.1AE MACsec für eine 256-bit-Verschlüsselung an allen Ports mit 100 GBit/s, um die Sicherheit beim Transfer sensitiver Informationen zwischen Cloud-Rechenzentren zu erhöhen.

Darüber hinaus hat Arista auf Basis seiner Lösungen für die Netzwerkvirtualisierung in Rechenzentren VXLAN als Lösung für die Layer-2-Verbindung zwischen Clouds vorgestellt. Traditionelle Interconnection-Lösungen für Layer 2 würden auf komplexen oder proprietären Protokollen basieren, die die Anforderungen der aktuell eingesetzten offenen Netzwerkarchitekturen für die Cloud nicht erfüllen könnten. Die VXLAN-Lösung erweitere die Designs des Universal Cloud Networks von Arista durch ihren offenen und standardbasierten Ansatz, durch den der sofortige Einsatz der Lösung für unterschiedlichste Interconnection-Szenarien möglich sei.

Die programmatische Architektur von EOS in Kombination mit Optimierungstechniken wie Selective Route Download (SRD) und erweiterten sFlow-Analysen erlaube es Content-Providern, bei Cloud-Peering-Aufgaben alternativ Spine-Plattformen von Arista einzusetzen, etwa die Switches 7500E/7280E. Bei diesen Lösungen seien die Preise pro Port niedriger und der Energiebedarf geringer. Zudem sei die Realisierung von 10GbE/100GbE-Infrastrukturen mit höherer Dichte als bei traditionellen internetbasierenden Routing-Plattformen möglich. So würden sich direkte Kosteneinsparungen bei der Colocation und den Transitkosten zum Provider ergeben.

Alle Komponenten der Cloud-Interconnection-Lösung sind Arista zufolge ab sofort verfügbar. Arista wird am 10. Dezember 2015 ein technisches Webinar und Tutorial in englischer Sprache zu The Universal Spine: Cloud Internetworking Use Cases anbieten.

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