Konnektivität im Smart Home Intel unterstützt EEBus-Technologie zur Heimvernetzung

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Die Vorteile der Herstellervielfalt kommen nur bei gemeinsamen Standards zur Geltung. Die EEBus-Initiative schlägt beim Smart Home in diese Kerbe. Nun mischt Halbleiter-Riese Intel in diesem Umfeld mit. Das passt zur strategischen Ausrichtung hin zum „Internet der Dinge“, die der Technologie-Konzern verfolgt.

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Intel engagiert sich für die EEBus-Initiative.
Intel engagiert sich für die EEBus-Initiative.
(© Brian Jackson - Fotolia.com)

Halbleiter-Riese Intel trat zur IT-Messe CeBIT der EEBus Initiative e. V. (siehe Kasten) bei. Das Unternehmen unterstützt den Verein damit bei der Entwicklung von Smart-Home- und Smart-Energy-Anwendungen. Im Grunde geht es dabei um die Etablierung einheitlicher, Hersteller-übergreifender Standards.

CeBIT-Auftritt

Den Beitritt verkündete Intel-Europachef Christian Morales auf der CeBIT in Hannover. In der vereinsmäßig organisierten EEBus-Initiative haben sich international tätige Unternehmen, Verbände und Akteure der Branchen Energie-, Telekommunikations- und Elektronikwirtschaft zusammengeschlossen. Ihr Ziel: eine weltweit standardisierte Konnektivität aller elektronischen Geräte auf Basis der EEBus-Technologie. Für Intel ist die übergreifende Vernetzung ein strategisches Ziel bei der Weiterentwicklung eigener Geschäftsmodelle auch in Hinblick auf das „Internet der Dinge“.

Internet der Dinge

Bereits im Herbst vergangenen Jahres bekannte sich Intel zur Strategie, auf dieser Internet-der-Dinge-Erfolgswelle mitgetragen und vom Anstieg der Zahl an vernetzten Geräten profitieren zu wollen. Und zwar mit Komponenten für solche Geräte, End-to-End-Datenanalysen und Technologin zur Vernetzung isolierter Geräte mit der Cloud. Produktseitig stellte Intel dafür vor allem die Atom-E3800-Prozessorfamilie (Codename „Bay Trail - I“) vor. Auch eine Reihe von Gateway-Lösungen mit integrierter Software von McAfee und Wind River wurden angekündigt. Hardware-seitig wird der Intel Quark SoC X1000 in diesem Zusammenhang mit neuen Funktionen eine Rolle spielen. Die Unterstützung der EEBus-Initiative kann als weiterer Baustein in dieser strategischen Ausrichtung gesehen werden.

EEBus e.V. feiert Neuzugang

Dr. Bernhard Thies, der zweite Vorsitzende der Initiative EEBus e.V., ist erfreut über den prominenten Neuzugang: „Mit der Unterstützung eines Weltkonzerns, dessen Chips bereits in unzähligen Produkten enthalten sind, können wir bei der Durchdringung des EEBus-Ansatzes einen entscheidenden Schritt gehen.“ Je mehr Produkte in die Vernetzung integriert werden und je vielfältiger die potenziellen Anwendungsbereiche sind, desto größer sei der Effekt der Konzepte im Smart Grid und Smart Home.

Intel und der Smart-Energy-Spezialist Kellendonk aus Köln, ein Gründungsmitglied der EEBus Initiative, haben bereits zusammengearbeitet. Dabei wurde eine bei Kellendonk entwickelte Software-Implementierung des EEBus-Konzepts auf der neuesten Chip-Generation von Intel integriert und in einem ersten Feldtest mit einem deutschen Energieversorger getestet.

„Brückentechnologie“

Gemeinsam erproben die Feldtestpartner, wie parallel, aber technologisch entkoppelt mehrere Anwendungen auf ein und demselben Chip laufen können. Das ermöglicht in Zukunft Multidienste-Gateways einerseits als Kabelrouter zu fungieren und andererseits sicherheitsrelevante Funktionen wie beispielsweise das Energiemanagement zu übernehmen. Mit der digitalen Technologie-Plattform will Intel die Brücke zwischen traditionellen IT-Anwendungen und Dienstprogrammen im „Internet der Dinge“ schlagen. Zur EEBus-Initiative bekennen sich beispielsweise Bosch und Siemens Hausgeräte, Eon, EnBW, Kabel Deutschland, Liebherr, Miele, Schneider Electric, Solareworld und die Telekom.

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