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HDMI-PC jetzt auch als Linux-Fassung Intel Compute Stick in günstigerer Ubuntu-Fassung erhältlich

| Autor / Redakteur: Sebastian Gerstl / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Intel bietet seinen seit April 2015 verfügbaren, vollwertigen Miniatur-PC nun auch in einer preisgünstigen Linux-Fassung an. Der Compute Stick kommt demnach nun in einer mit Ubuntu 14.04 LTS vorinstallierten Fassung und soll 110 US-$ kosten, 39 US-$ weniger als die Variante mit Windows 8.1.

Der Intel Compute Stick: Die Ubuntu-Version besitzt eine 1,33 GHz Quadcore-CPU und 1GByte RAM, der interne Speicherplatz kann mittels MicroSD-Slot erweitert werden.
Der Intel Compute Stick: Die Ubuntu-Version besitzt eine 1,33 GHz Quadcore-CPU und 1GByte RAM, der interne Speicherplatz kann mittels MicroSD-Slot erweitert werden.
(Bild: Intel )

Der Preisunterschied zwischen den Varianten des Kompakt-PCs, der direkt an den HDMI-Port eines passenden Displays angeschlossen werden kann, ergibt sich nicht nur aus dem Betriebssystem, sondern liegt auch in der Ausstattung. Die Linux-Ausgabe des Compute Stick (Modellnummer STCK1A8LFC) besitzt einen auf 1,33 GHz getakteten Quadcore Intel Atom-Prozessor Z3735F, HD-Grafik mit bis zu 1080p Auflösung, 1GByte RAM und 8GByte integrierten Flash-Speicher. Die Windows-Ausgabe bietet dagegen die doppelte Arbeitsspeichermenge und 32GByte internen Speicherplatz. Immerhin lässt sich der Systemspeicher über einen MicroSD-Slot entsprechend erweitern.

OS-Varianten: Der Intel Compute Stick ist wahlweise in einer Ausführung mit Windows 8.1 (2GByte RAM, 32GByte Flashspeicher) oder Linux (Ubuntu 14.04 LTS, 1GByte RAM, 8GByte Flashspeicher) erhältlich.
OS-Varianten: Der Intel Compute Stick ist wahlweise in einer Ausführung mit Windows 8.1 (2GByte RAM, 32GByte Flashspeicher) oder Linux (Ubuntu 14.04 LTS, 1GByte RAM, 8GByte Flashspeicher) erhältlich.
(Bild: Intel )
Anders als der Google Chromecast und Amazons FireTV ist der Intel Compute Stick kein reines Media-Streaming-Gerät, sondern wird als vollwertiger Arbeits-PC angepriesen. Er besitzt auch in der Tat die Rechenleistung eines Tablet-PCs und erfüllt die Mindestanforderungen der Linux-Distribution. Eine WLAN-Schnittstelle nach IEEE 802.11 b/g/n und Bluetooth 4.0 sorgen für die nötigen Kommunikationsschnittstellen und den Anschluss von Peripheriegeräten wie Maus oder Tastatur.

Als Zielgruppe für den 10,3x3,7x1,2cm messenden Mini-PC sieht Intel in erster Linie Anwender, die eine kompakte Lösung zum Nutzen Sozialer Netzwerke oder Streaming-Diensten wie Netflix suchen. Der Rechner soll sich allerdings auch als günstiger Thin Client in kleinen und mittelständischen Unternehmen einsetzen lassen.

Für einen flüssigen Betrieb mit Ubuntu 14.04 LTS sind allerdings 2 GByte RAM empfohlen. So ist fraglich, inwieweit ein flüssiges Arbeiten mit dem Ubuntu-Stick möglich ist, oder ob die Nutzung als Media-Center nicht doch als naheligendere Lösung erscheint.

Dieser Beitrag stammt von unserer Schwesterpublikation ELEKTRONIKPRAXIS.

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