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Analog oder IP? TCO entscheidet über die Art der Kamaraüberwachung Installationskosten für IP-Kameras geringer als für analoge Systeme

Redakteur: Ulrike Ostler

Ein IP-System verursacht im Durchschnitt 13 Prozent niedrigere Kosten als ein entsprechendes Analogsystem. Das Ergebnis veröffentlicht Axis Communications in Folge einer unabhängigen Studie, in der die Kosten analoger Video-Überwachungssysteme denen IP-gestützter Systeme gegenübergestellt werden.

Die Anschaffung IP-basierter Kameras kommt vergleichsweise teuer – doch in der TCO rechnet sich IP dennoch. Bild: Axis Communications
Die Anschaffung IP-basierter Kameras kommt vergleichsweise teuer – doch in der TCO rechnet sich IP dennoch. Bild: Axis Communications
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Untersuchung wurde von Lusax erhoben, einer Forschungsgruppe an der Lund University in Schweden, die sich auf die Untersuchung der Verbreitung neuer IP- und IT-basierter Technologie im globalen Sicherheitsmarkt spezialisiert hat. Professor Thomas Kalling, der Leiter der Forschungsgruppe, ist von den Ergebnissen nicht überrascht.

Er sagt: „Der Markt für IP-basierte Sicherheitsprodukte hat sich rasant entwickelt und ist deutlich ausgereifter als noch vor wenigen Jahren. Wegen der geringfügigen Kostenunterschiede kann der Fokus auf die eigentlichen Vorteile gerichtet werden, die IP-Lösungen aufgrund ihrer überlegenen Funktionalität mit sich bringen, beispielsweise Bildqualität und Flexibilität – die Faktoren, die tatsächlich den Return on Investment vorantreiben.“

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Der Studie liegt eine Befragung von Systemintegratoren zu Grunde, die professionelle Überwachungssysteme, sowohl analoge als auch IP-basierte, vertreiben und installieren. Diese wurden gebeten, Angebote für Einzelhandelsgeschäfte mit 14, 25 und 40 Kameras zu erstellen und dabei beide Systemtypen zu berücksichtigen. In allen drei Szenarien stellte sich heraus, dass das IP-System geringere Kosten als das analoge verursacht.

Details aus der Gegenüberstellung

Der Vergleich zeigt, dass die direkten Kosten für die Kameras in den IP-Alternativen zwischen 38 und 51 Prozent der Gesamtkosten ausmachen, während dieser Investitionsblock in den analogen Systemen nur zu rund 23 bis 27 Prozent zu den der Gesamtkosten beiträgt. Das liegt auch daran, dass die IP-Kameras rund 50 Prozent teurer sind als ihre analogen Gegenstücke.

Die Kosten für die Verkabelung liegen für die IP-Systeme leicht über denen für analoge. Allerdings hat Lusax nicht nur die Basis für die Verkabelung eingerechnet, sondern auch aktive Komponenten wie Netzwerk-Switches. Dagegen seien die Kostenunterschiede zwischen einer CAT5- und einer „siamesischen“-Verkabelung (Coax- und Strom-Kabel) zu vernachlässigen.

Zu den Gesamtkosten zählen die Lusax-Experten auch die Kosten für das Recording. In IP-basierten Systemen machen sie nur die die Hälfte der Kosten aus, die für ein analoges Systeme aufgewendet werden müssen. In diesen ist das Aufzeichnen der größte Posten – rund 40 Prozent in allen Layout-Möglichkeiten. Zudem steige der Anteil signifikant, wenn weitere Kanäle hinzugefügt werden, so die Untersucher.

IP lohnt sich auch für kleine Installationen

Die Aufwände für das Labor kosten in IP- und analog-Systemen etwa gleich viel, wobei das Pendel leicht zugunsten von IP-Überwachungssystemen ausschlägt. Der Anteil an den Gesamtkosten liegt bei 25 Prozent.

Alles in allem jedoch kommen die IP-Systeme günstiger. Bodil Sonesson Gallon, Vice President für Global Sales bei Axis, erinnert an eine ähnliche Untersuchung drei Jahre zuvor: „Eine vergleichbare Studie aus dem Jahr 2007 zeigte, dass IP-basierte Überwachungssysteme bei Installationen mit mehr als 32 Kameras kostengünstiger waren. Jetzt können wir feststellen, dass der kostenbezogene Vorteil von IP-Systemen auch für Systeme mit einer geringeren Anzahl von Kameras gilt.“

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