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FTTB-Lösung für Netzebene 4 Installationskonzept für Glasfaser-Hausanschlüsse

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

LWL-Sachsenkabel erweitert das hauseigene Produkt- und Verfahrenskonzept F2X. Durch die Ausdehnung der Lösung bis auf Netzebene 4 sowie eine produktseitige Optimierung sei es künftig möglich, Glasfaserhausanschlüsse effizient und unproblematisch zu realisieren.

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Der für bis zu zwölf Fasern entwickelte, einseitig vorkonfektionierte F2X-APL sei mittlerweile für bis zu 24 Fasern erhältlich.
Der für bis zu zwölf Fasern entwickelte, einseitig vorkonfektionierte F2X-APL sei mittlerweile für bis zu 24 Fasern erhältlich.
(Bild: LWL-Sachsenkabel)

Die FTTB/FTTH-Lösung F2X ist laut LWL-Sachsenkabel ein Installationskonzept für eine effiziente Realisierung von Glasfaserhausanschlüssen. Mithilfe von F2X könne künftig auch die Inhouse-Verkabelung in Mehrfamilienhäusern (Netzebene 4) unproblematisch durchgeführt werden. Der Hersteller habe außerdem die F2X-Produktbasis optimiert: Mit Blick auf die ersten Anwendungen zunächst für Einfamilienhäuser mit bis zu zwölf Fasern entwickelt, sei der einseitig vorkonfektionierte F2X-APL (Abschlusspunkt Linientechnik) mittlerweile für bis zu 24 Fasern erhältlich. Insbesondere die Anschlussarbeiten in Mehrfamilienhäusern würden damit beschleunigt.

Im Einzelnen optimiere F2X die Prozesse rund um Einblasen, Spleißen und Messen; die Anzahl der Indoor-Anschlusstermine werde dabei reduziert: Während eines einzigen zwei- bis dreistündigen Einsatzes innerhalb des Anschlussgebäudes würden die Glasfaserkabel vom Haus aus eingeblasen und am NVT (Netzverteiler) entgegengenommen – die richtige Zuordnung von LWL-Kabel und Leerrohr sei dadurch automatisch sichergestellt. Darüber hinaus werde nur noch der APL installiert, der Spleißarbeiten innerhalb des Gebäudes überflüssig macht.

Technisches Herzstück der Installationslösung sei ein spezieller F2X-Loopstecker. Der im APL vorinstallierte Duplex-Steckverbinder verbinde jeweils zwei Ferrulen. Durch diese Lösung müsse die obligatorische OTDR-Messung (Optical Time Domain Reflectometry) nur noch von einem Messpunkt aus durchgeführt werden. Sie lasse sich somit einfach vom Point of Presence (POP) aus realisieren. Dabei könnten die Fasern ohne Probleme auch bidirektional vermessen werden. Zusätzlich, so der Hersteller, lassen sich fast alle Installationsarbeiten von nur einer Fachkraft durchführen – insgesamt reduziere sich der Anschluss- und Ressourcenaufwand so um rund 30 Prozent.

Die Komponenten des standardisierten F2X-Verfahrens seien an alle projektspezifischen Besonderheiten anpassbar. Zur Unterstützung des Auswahl- und Konfigurationsprozesses stellt LWL-Sachsenkabel die Smart-Service-Plattform Sachsenkabel pulse zur Verfügung.

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