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Cisco Expo 2009 – zwei Sieger und drei Zweitplatzierte beim Innovationswettbewerb Innovativ und daher siegreich: Multimedia Facility Management und Taxiruf-System

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Anlässlich der Cisco Expo 2009 hat der Infrastruktur-Hersteller Cisco seine Aussteller erstmals zur Teilnahme am Innovationswettbewerb eingeladen. Es galt, die innovativste aber dennoch bereits auf der Expo vorzeigbare Produkt- oder Lösungs-Idee ausfindig zu machen und zu prämieren. Am Ende heimste xevIT mit seiner Multimedia-Facility-Management-Lösung den Sieg knapp vor CreaLogs Taxirufsystem ein. Doch auch die Finalisten auf den Plätzen drei bis fünf sind unbedingt ein näheres Hinsehen wert.

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Michael Ganser, Senior VP Cisco Europe und Geschäftsführer Cisco Deutschland (links) übergibt dem xevIT-Geschäftsführer Jochen Faas den Innovationspreis.
Michael Ganser, Senior VP Cisco Europe und Geschäftsführer Cisco Deutschland (links) übergibt dem xevIT-Geschäftsführer Jochen Faas den Innovationspreis.
( Archiv: Vogel Business Media )

Zwar kann man davon ausgehen, dass der geneigte Besucher der Cisco Expo alle Exponate der Ausstellung innerhalb der beiden Veranstaltungstage auf jeden Fall zu sehen bekommt – und damit natürlich auch die hier prämierten Innovationen sicher auch ohne eine konkrete Präsentation gesehen hätte, zumal es sich dabei ja um echte Hingucker handelt.

Auch der neue Veranstaltungsort mit seiner optimalen Ausstellungsfläche (IP-Insider berichtete) leistete seinen Beitrag für die optimale Zugänglichkeit zu allen Produkten und Lösungen, die die Cisco-Partner auf der Hausmesse des Infrastruktur-Riesen zeigten.

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Dennoch entschloss man sich bei Cisco frühzeitig, die Plattform der Expo auch dazu zu nutzen, die innovativsten Ideen, Produkte und Lösungen der Veranstaltung im Plenum vorzustellen und auszuzeichnen. Dem Gewinner winkte ein Preis, dessen Bestandteile förmlich zur Entwicklung der nächsten innovativen Lösung einladen: zahlreiche TelePresence-Sessions nach freier Wahl und ein persönliches Gespräch mit dem bei Cisco für innovative neue Produkte zuständigen Mann, Marthin de Beer, seines Zeichens Senior Vice President and General Manager Emerging Technologies Group.

Die Kriterien

Die Bewertungskommission, die sich aus Fachleuten von Cisco sowie aus unabhängigen Beisitzern zusammensetzte, bewertete alle eingereichten Lösungen und Konzepten nach den Punkten Innovationsgrad, Partnereinbindung und Marktrelevanz. Damit mussten sich die Bewerber mit ihren Lösungen zahlreichen Fragen stellen, wie „gibt es so etwas schon?“, „wie komplex ist die Lösung?“, „wie viele Technologien sind in die Lösung integriert?“, „sind weitere Partner in die Umsetzung der Projekte involviert?“, „wie groß ist der Markt und wie hoch sind die Marktrelevanz und der Nutzen für den Anwender?“ und „gibt es bereits einen Referenzkunden?“.

Schnell trennte sich in der Summe dieser Blickwinkel – wenngleich jede eingereichte Lösung ihren ganz eigenen Charme versprühte – die Spreu vom Weizen und mit den Einreichungen von Bucher+Suter, CreaLog, Q-Soft, Stemmer und xevIT standen die fünf Finalisten fest.

Zwar galt es, die Finalisten nicht in ein Ranking von Platz eins bis fünf zu pressen, sondern lediglich den Gewinner und die vier Zweitplatzierten zu ermitteln, schnell war in der Juroren-Konferenz jedoch klar, dass die Wertung am Ende eher zwei Erstplatzierte und drei Zweitplatzierte Lösungen festlegen würde. Erst auf den letzten Metern konnte sich dann aber die Firma xevIT doch noch von der CreaLog-Taxiruf-Lösung absetzen und so zeichnete Michael Ganser, Senior Vice President Cisco Europe und Vorsitzender der Geschäftsführung von Cisco in Deutschland, in seiner Eröffnungsrede des zweiten Expo-Tages das IP-Multimedia-System von xevIT , den xevIT Facility Manager (XFM), vor rund 2.500 interessierten Expo-Besuchern im Plenum aus.

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Der Gewinner

Die Siegerlösung des ersten Cisco-Expo-Innovationspreises heißt xevIT IP Multimedia Facility Manager (XFM) und stammt von xevIT net works, einem innovativen Systemhaus für Kommunikationslösungen mit Hauptsitz in Ettlingen. Das Control/Entertainment/Communication-System „IP Multimedia Facility Manager“ integriert Anwendungen aus verschiedenen Bereichen der Kommunikation, der Unterhaltung und der Gebäudesteuerung auf Basis eines IP-Netzes. „Dies ist echte Konvergenz und stellt hervorragend dar, was mit einem IP-Netz als Plattform möglich ist“, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Mit Hilfe des Facility Managers können Raumtechnik sowie unterschiedliche Medien zentral über ein einziges Netzwerk gesteuert und flexibel von verschiedenen Geräten wie z.B. Laptops,

IP-Telefonen, PDAs oder Apple iPhones bedient werden.

In Kombination mit Location-based Services kann der xevIT Facility Manager sogar personenspezifische Einstellungen und Präferenzen (z.B. Raumtemperatur) erkennen und diese umsetzen. Seine Einsatz-Premiere feierte das System auf der Lürssen Werft, wo der Yachtbauer Lürssen das moderne Control-System in hochwertige Yachten integriert. Zudem ist das innovative System seit wenigen Tagen auch im neuen Cisco Office in Stuttgart installiert. Dort kommen im Showroom neben modernster Raum- und Mediensteuerung auch die neuesten Applikationen im Unified Communications-Umfeld im XFM zum Einsatz.

Der Facility-Manager-Ansatz

Die Integration klassischer, nicht IP basierter Services wie z.B. der Telefonie in das Firmennetzwerk sind seit Jahren eine der Möglichkeiten für Firmen, Anschaffungs- und Wartungskosten zu senken und gleichzeitig Mitarbeiterproduktivität und Flexibilität zu steigern. Die logische Konsequenz aus dieser Erfolgsgeschichte ist es, weitere Dienste, die bis dato den Aufbau einer parallelen Infrastruktur notwendig machten, ebenfalls als konvergenten IP Service abzubilden. Hier setzt das neue Softwareprodukt XFM der Firma xevIT net works an.

Mit dem nächsten Release des XFM plant xevIT zudem eine Vollintegration seiner HMX-Konsole in die XFM-Appliance. Dies bedeutet, dass dann jede bildgebende Quelle, die über einen HMX-Transceiver an das IP Netzwerk angebunden ist, mit wenigen Knopfdrücken auf jedes beliebige, mit einem HMX Receiver ausgestatte, bilddarstellende Ziel, geschaltet werden kann.

Ein weiteres Feature für das nächste Release ist die Koppelung des XFM-Systems an Authentifizierungsdienste wie Microsofts Active Directory oder Ciscos ACS Server, sodass bei Bedarf der Zugriff auf die XFM-Appliance durch eine Benutzerauthentifizierung abgesichert werden kann.

Außerdem soll der Zugriff auf die Raumsteuerung eines Konferenzraums an diverse Ressourcenplanungstools wie Microsoft Exchange gekoppelt werden können. Dies könnte dann z.B. dazu genutzt werden, dass die Steuerung eines Konferenzraums nur dann erlaubt wird, wenn die Ressource zuvor gebucht wurde.

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Der Verfolger

Nur sehr knapp musste sich die CreaLog-Lösung „Cabfish“ dem xevIT XFM geschlagen geben, weshalb an dieser Stelle auch entgegen aller Planungen doch noch ein konkreter zweiter Platz genannt werden kann. Denn eigentlich hatte die Jury verabredet, im Rahmen des Innovationswettbewerbs nur den Sieger besonders zu ehren und die Finalisten der Plätze zwei bis fünf in kein Ranking zu pressen, sonder auf gleicher Augenhöhe lobend zu erwähnen.

Vermutlich hätten die Juroren allesamt den intelligenten Location Based Taxiruf „Cabfish“ von CreaLog jedoch schon oft selbst gut gebrauchen können und haben sich deshalb für ein geringfügiges Abweichen von der vereinbarten Regelung entschieden. Doch der Reihe nach…

Wer kennt die Situation nicht, auf Geschäftsreisen in einer fremden Stadt, in einem fremden Land ein Taxi rufen zu müssen? Mit viel gutem Willen kann das auch mal problemlos klappen, wenn man die Landessprache beherrscht, die Telefonnummer der zuständigen Taxizentrale kennt und außerdem weiß, an welchem Standort man sich befindet.

Einfacher wird das Ganze mit Cabfish, einer Taxiruf-Applikation für Mobiltelefone – aktuell für das Apple iPhone im App Store erhältlich.

Ist die Funktion auf dem iPhone installiert, kann der Nutzer per Knopfdruck weltweit ein Taxi rufen, ohne auch nur eine einzige der eben genannten Anforderungen erfüllen zu können. Ein simpler Klick auf „jetzt ein Taxi rufen“ genügt.

Das System wird daraufhin den Standort des Users via GPS ermitteln und diese GPS-Daten über den Cabfish-Navigationsserver auf Straßen- und Hausnummern-Niveau auflösen. Das CreaLog Voice Portal initiiert daraufhin einen Anruf in Landessprache bei der zuständigen Taxizentrale und bestellt den Wagen an die ermittelte Adresse.

Dem User wird am Ende der Kommunikation nicht nur die Bestellung bestätigt, sondern auch noch der zeitliche Horizont genannt, in dem er mit der Ankunft des Taxis rechnen kann.

Wie das System im Detail funktioniert, zeigt der kurze, 3,1 MB große wmv-Film, der hier zum Download zur Verfügung steht.

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Die Drittplatzierten – in alphabetischer Reihenfolge

Die Multi-Channel Application Link Webservice API (MCAL) für Cisco Unified-Contact-Center-Lösungen von Bucher+Suter treibt die Integration von Unified Communications & Collaboration in wichtige Firmensoftware wie CRM-Systeme voran.

Laut Martin Wüthrich, Geschäftsführer von Bucher+Suter, ermöglich die Innovationspreis-Lösung „Multi Channel Application Link“ eine professionelle und transparente Kundenbetreuung ohne Medienbrüche. Denn MCAL bindet CTI- und Multichannel-Funktionalitäten in CRM-Applikationen ein. Somit haben in einer Firma alle Personen mit Kundenkontakt jederzeit vollständigen Überblick über die Endkunden und alle weiteren relevanten Aspekte beim Kundenkontakt.

Die Multi-Channel Application Link Webservice API ist eine auf Web-Services basierende Applikation und mit ihren offenen Standards daher einfach in bestehende Umgebung zu integrieren. Damit ebnet die Applikation laut Wüthrich den Weg für ein zukunftorientiertes Multichannel Contact Center.

Q/M/S TV von Q-Soft

Die Multimedialösung Q/M/S TV von Q-Soft bringt das Fernsehprogramm ins LAN und erspart damit umständliche Fernseh-Verkabelungen bspw. in Hotels. Q/M/S TV verteilt Fernsehen, Radio, Internet, Video-on-Demand, Informationsangebote und Telefon mit einem einzigen Kabel in jedes Zimmer. Neben dem Komfortvorteil und der Bereitstellung eines umfassenden Funktions- und Dienstleistungsportfolios, ergeben sich für Besitzer, Verwalter und Betreiber von Hotels, Health Care-Einrichtungen, Unternehmen und Immobilien damit sogar neue Einnahmequellen, kommentiert der Hersteller sein Produkt.

Das aus einer Appliance und der zugehörigen Betriebssoftware bestehende Q/M/S TV versorgt alle angeschlossenen Räume eines Gebäudes mit digitalen Fernseh- und Radiosignalen. Im Gegensatz zu anderen Multimedialösungen nutzt Q/M/S TV dafür jedoch das lokale IP-Netzwerk (LAN). Mehrere parallele Verkabelungen wie Telefonkabel, Koaxialkabel etc. werden dadurch vermieden.

Zusätzlich profitieren Besitzer, Verwalter und Betreiber von neuen Umsatzmöglichkeiten, beispielsweise durch die Abrechnung separater Nutzungsentgelte für den Internetzugang, für Fernsehen oder für Pay-TV-on-demand. Endanwender profitieren ebenso, denn ihnen wird über das System mehr Service und Komfort geboten.

Zudem kann über die Lösung u.A. das Internet genutzt, E-Mails verschickt, über IP telefoniert oder Video-on-Demand genutzt werden. Durch die Integration eines Video-, Content- und Aufzeichnungsservers stehen darüber hinaus viele weitere Dienste und Funktionen zur Speicherung und Bearbeitung von Daten-, Video- und Sprachformaten zur Verfügung.

Netzwerkbasiertes Videoüberwachungs- und -analysesystem von Stemmer

Das Hauptaugenmerk von Stemmer lag während der diesjährigen Cisco Expo eindeutig auf dem Thema Physical Security, und so verwundert es kaum, dass auch die Innovationspreis-Lösung des BT-Unternehmens sich in diesem Bereich tummelt.

Experten von Stemmer, Cisco und SeeTec haben dafür in einem gemeinsamen Entwicklungsprozess die IP-Kameras von Cisco in die Full IP Video-Management-Software von SeeTec integriert. Netzwerkkameraprodukte namhafter Hersteller werden mit der Software SeeTec 5 bereits seit langem zu flexiblen Komplettsystemen zusammengestellt und in IP-Netzwerke integriert. Jetzt steht auch den Überwachungskameras von Cisco dieser Weg offen und sämtliche Überwachungs- und Auswerte-Features der SeeTec-Software können nun auch mit Cisco-Kameras genutzt werden.

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