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Schlüsselbereiche Smart Factory und Smart Transport & Logistics Industrial IoT auf Wachstumskurs

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Eine Reply-Studie hat ergeben: Noch gibt es mehr vernetzte IoT-Geräte im Konsumgütersektor als im Industriesektor, doch die Investitionen in das industrielle IoT wachsen stark – vor allem in Bereichen wie branchenübergreifende Lösungen und auf konkrete Bedürfnisse zugeschnittene Geräte.

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Das Internet der Dinge treibt in Kombination mit 5G und Edge Computing die industrielle Innovation voran.
Das Internet der Dinge treibt in Kombination mit 5G und Edge Computing die industrielle Innovation voran.
(Bild: © – NicoElNino – stock.adobe.com)

Der Reply-Report „Industrial IoT: A Reality Check“ untersucht zwei Schlüsselbereiche, die das Wachstum von IoT in der Industrie vorantreiben: Smart Factory und Smart Transport & Logistics. Das Industrial IoT (IIoT) ermöglicht es Herstellern, die Produktionstransparenz durch die Vernetzung von Maschinen und Werkzeugen in Echtzeit zu verbessern. Die riesigen Datenmengen, die IIoT-Geräte generieren, treiben die Optimierung der Produktion, die Verbesserung der Lieferqualität, die Implementierung von Systemen zur vorausschauenden Wartung oder auch die Automatisierung der Lieferkette voran.

„Ohne Industrial IoT ist Industrie 4.0 nicht möglich. Daten sind der Treibstoff für alle intelligenten Anwendungsfälle in der Industrie. Industrial IoT ist das entscheidende Element, das die Infrastruktur für die Datenerhebung, deren Übertragung in die Cloud sowie für die anschließende Analyse bietet. Unternehmen profitieren hier von vielen Vorteilen“, erklärt Filippo Rizzante, CTO von Reply.

Die Studie, die mithilfe der auf der Trend SONAR-Plattform gesammelten Daten und mit Unterstützung der Teknowlogy-Gruppe durchgeführt wurde, untersucht auch die Hauptmärkte sowohl für intelligente Fabriken als auch intelligente Lösungen in Transport & Logistik. Beide Märkte sind in zwei Cluster unterteilt: die Gruppe der „Europe 5“ (Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien und Niederlande) und die Gruppe der „Big 5“ (USA, China, Indien, Brasilien und Großbritannien).

Trotz des schwierigen Wirtschaftsklimas im Jahr 2020 verzeichneten beide Cluster ein leichtes Wachstum bei den Investitionen in intelligente Fabriken sowie in den Bereich Transport & Logistik. Bis 2025 wird jedoch ein wesentlich stärkeres Wachstum prognostiziert. Insgesamt ist zu erwarten, dass der Markt für intelligente Fabriken des „Big-5“-Clusters – angeführt von den USA mit hohen Investitionen in entsprechende Plattformen, prädiktive Lösungen und Fernüberwachung – bis 2025 mehr als 86 Mrd. Euro umschließt. Im Markt für intelligente Lösungen in Transport & Logistik werden es voraussichtlich mehr als 15 Mrd. Euro sein. Im „Europe-5“-Cluster hingegen soll sich der Markt für intelligente Fabriken in allen Ländern fast verdreifachen und in den fünf Ländern insgesamt über 23 Mrd. Euro erzielen, wobei Deutschland die Spitzenposition einnimmt. Die Plattformen wachsen exponentiell und die Unternehmen investieren, um das Qualitätsmanagement zu verbessern und die Kosten zu reduzieren. Deutschland bleibt im Bereich Transport & Logistik führend, die anderen Länder des Clusters verzeichnen ebenfalls ein erhebliches Wachstum. Laut Prognose wird diese Gruppe im Jahr 2025 ein Gesamtvolumen von 3,6 Mrd. Euro erwirtschaften.

Wachstumsschub durch 5G und Edge Computing

Die Einführung kostengünstiger Sensoren und 5G-Netze, in die Telekommunikationsunternehmen in großem Stil investieren, trägt zur Verbreitung von Industrial IoT bei. So wird erwartet, dass die verbesserte Kommunikation zwischen autonomen Fahrzeugen/Robotern, künstlicher Intelligenz und Maschinen in Verbindung mit erhöhter Rechenleistung und sehr geringer Latenz nicht nur die Effizienz der Anlagen verbessert, sondern auch deren Sicherheit erhöht. Darüber hinaus ermöglicht die Einrichtung privater, hochdichter Netzwerke einen breiten Einsatz von Industrial IoT sowie die Anbindung zahlreicher Sensoren, Maschinen, Fahrzeugen und Robotern. Ergänzt wird dies durch einen verstärkten Einsatz von Augmented und Virtual Reality zur Unterstützung „vernetzter Mitarbeiter“.

Cybersicherheit ist ein entscheidender Faktor

Die ständige Zunahme vernetzter Geräte und deren Heterogenität erfordern ein gutes Sicherheitsmanagement hinsichtlich der Einrichtungs- und Wartungsrichtlinien von Geräten und Netzwerken. Unternehmen müssen für robuste und mikrosegmentierte Umgebungen (lokal und/oder cloudbasiert) sorgen, um mit geeigneten Technologien und Techniken auf Bedrohungsszenarien reagieren zu können. Dies reduziert die Erfolgschancen neuartiger Cyberangriffe. Die Analyse von IoT-Architekturen, Industriekomponenten und ganzen Infrastrukturen hilft Unternehmen dabei, Lücken, Schwachstellen und Bedrohungen bereits im Vorfeld zu eliminieren. Das ist weit mehr als nur eine technische Frage: Auch Schulungsprogramme für Mitarbeiter sowie die kontinuierliche Prüfung aller verwendeten Geräte sind entscheidend.

Von der Fabrik zum Konsumenten

Während in den letzten Jahren die Technologien des IIoT zur Effizienzoptimierung in Fabriken und Logistikzentren eingeführt und genutzt wurden, zielten die Investitionen während der Pandemie vor allem auf die Verbesserung der Arbeitnehmersicherheit ab. Der Erfolg „vernetzter Produkte“ beschleunigt Investitionen in Lösungen, bei denen die Erfassung und Verarbeitung von Nutzungsdaten nicht nur die Produktion, sondern auch die fertigen Produkte betrifft. Die Neugestaltung der Design-, Produktions- und Vertriebsprozesse von IoT-vernetzten Produkten erlaubt neue Mehrwertdienste und erleichtert die Aktualisierung und Wartung von Haushaltsgeräten, Autos, Robotern, Elektronik- und Unterhaltungsgeräten, ohne dafür vor Ort sein zu müssen.

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