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Telefónica O2 Germany bringt LTE an die Saale In Halle sorgt der 4G-Standard für Freude und Konkurrenzfähigkeit

Redakteur: Ulrike Ostler

Noch kurz vor Weihnachten hat Telefónica O2 Germany LTE-Pilotnetze in Betrieb genommen. Errichtet wurden sie in 2.6-Gigahertz- und 800-Megahertz-Frequenzbändern am Standort Halle an der Saale sowie in Teutschenthal von Nokia Siemens Networks (NSN). Begonnen hatte der Netzaufbau im September 2010.

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Die Antenne steht auf einem Dach in Halle an der Saale. Bild: Telefónica O2 Germany
Die Antenne steht auf einem Dach in Halle an der Saale. Bild: Telefónica O2 Germany
( Archiv: Vogel Business Media )

Schon zum offiziellen Start konnte Telefónica O2 Germany demonstrieren, welche Anwendungen mit dem Mobilfunkstandard Long Term Evolution (LTE) möglich sind. In einer LTE-Videokonferenz zwischen Halle und München wurden bewegte Bilder in hoher Auflösung ruckelfrei und ohne Sprachverzögerung hin und her geschickt.

Auch Anrufe aus dem LTE-Pilotnetz zu handelsüblichen 2G- und 3G-Handys funktionierten einwandfrei. Besondere Leistungsfähigkeit bewies das LTE-Netz bei der Übertragung von Video-Streams.

Ein mobiler Reporter berichtete live von der Motocross-Strecke in Teutschenthal, wo im kommenden Jahr die Motocross-WM stattfindet. Die Bilder wurden in High Definition (HD) mit rund 20 Megabit pro Sekunde und mit duplex VoIP gesendet. Und in der Innenstadt von Halle war ein Segway mit mobilen HD-Kameras unterwegs und zeigte Bilder vom Weihnachtsmarkt via LTE in HD-Qualität.

Leistung auf beiden Frquenzbändern

Nokia Siemens Networks betreibt und wartet das LTE-Pilotnetz für Telefónica O2 Germany in Halle und Teutschenthal, das nun von hunderten Nutzern getestet werden kann. Die Datenübertragung läuft in Halle über das 2.6-Gigahertz-Frequenzband und in Teutschenthal über das 800-Megahertz-Band. Letzteres ist auch bekannt unter der Bezeichnung „Digitale Dividende“, weil es früher als Frequenzband für das analoge Fernsehen verwendet wurde.

Insgesamt umfasst das Pilotnetz 17 Standorte in Halle und drei Standorte in Teutschenthal. Es besteht aus der „Flexi Multiradio Base Station“ von NSN und dem „Evolved Packet Core“ (EPC) mit „Flexi NG“ (NG = Network Gateway) und „Flexi NS“ (NS = Network Server).

Andrea Folgueiras, CTO von Telefónica O2 Germany, zeigt sich selbst begeistert von der Schnelligkeit: „Gerade die Video-Übertragung hat gezeigt, wie schnell LTE ist und welch hohe Qualität erreicht werden kann.“

Vergnügen, Arbeit und Wettbewerb

Darüber hinaus bemerkt sie, dass ein effizienter Breitbandanschluss bei der wirtschaftlichen Entwicklung einer Region eine entscheidende Rolle spiele und fügt hinzu: „Mit LTE können wir die weißen Flecken in ländlichen Gebieten abdecken und somit insgesamt die Breitbandversorgung in Deutschland verbessern.“

LTE erzielt hohe Datenübertragungsraten; bereits mit der ersten Generation von LTE-Endgeräten sind Raten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde möglich. Die bislang schnellste Mobilfunk-Technologie HSPA erreicht derzeit „nur“ Geschwindigkeiten bis zu 42 Megabit pro Sekunde.

Ein Video mit einer Größe von 7,5 MB kann via LTE zum Beispiel in weniger als einer Sekunde heruntergeladen werden; über das HSPA-Netz dauert der Download sieben Sekunden. Außerdem bietet LTE kurze Latenzzeiten von lediglich zehn bis zwanzig Millisekunden.

weiter mit: Der erste LTE-Tag im Film

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