MasterSolution und sportsCurve unterstützen Wearable Technologies

IFA: Sensoren in Kleidung zur Standortbestimmung in Echtzeit

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Weitere Einsatzszenarien von Wearable Technologies

Sensor-Shirts zum Messen von Vitalparametern sorgen für die nahezu automatische Übertragung von Sensorik-Informationen am Körper oder in Körpernähe. Diese Informationen können Bewegtbilder, Ton, Muskelspannung, aber auch Emotion sein. Gerade mit letzterer Information lassen sich spannende neue Applikationsfelder erschließen, so beispielsweise auch im lukrativen Gaming-Markt: So steuert der Körper dank an Kleidungsstücken angebrachten Sensoren mit seinen Emotionen das Spiel und beeinflusst damit neben der eigentlichen Cursorsteuerung den Spielablauf. Stichwort „Let your body talk“, zuletzt vorgestellt auf der CeBIT 2012.

Gesundheit, Pflege und Sport

Im Bereich des betreuten Wohnens bietet die Emotionserkennung von Wearable Technologies die Möglichkeit das Wohlbefinden einer Person zu überwachen, in der Marktforschung können neben der bereits bekannten Methode des Wearable Eyetrackings noch emotionales Körperfeedback mit eingebracht werden.

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Aber auch in der Medizin werden sogenannte Neurofeedbacks zur Rehabilitation und dem Gedächtnistraining eingesetzt. Dieses wiederholte oder auch permanente Abhören des Körpers hat in den USA bereits eine Bewegung namens „Quantified Self“ ins Leben gerufen. Erste Wellen dieses Trends sind mittlerweile auch schon in Deutschland angekommen.

Im sportlichen Umfeld sind mobile Accesoires ebenfalls auf dem Vormarsch: Sport- und Fitness-Apps bieten immer vielfältigere Funktionen und erfreuen sich steigender Beliebtheit. In Kombination mit den nahezu unbegrenzten Möglichkeiten der Cloud wird so die sportliche Aktivität revolutioniert, ist sich Wearable Technologies sicher.

Auslöser des großen Trends zur gesundheitsorientierten Datenerfassung beim Sport waren Produkte wie die Brustgurte. Die Aufzeichnung der eigenen Erfolge wird tatsächlich immer einfacher und macht damit mehr Spaß. Sportliche Aktivität und gesundheitliche Vorsorge werden auf angenehme Weise kombiniert.

Monitoring von Vitaldaten

Ein Pionier auf dem Gebiet des tragbaren Vitaldaten-Monitorings ist auch SENSE, ein in Textilien integriertes Multi-Parameter Sensorsystem für Sportler. Es kann durch integrierte Trockenelektroden in einschichtiger Kompressionskleidung fortwährend EKG-Daten, Impedanzplethysmographie, Körperkerntemperatur und Aktivität messen.

Beeindruckend auch das FitnessSHIRT vom Fraunhofer IIS. Damit können Sportler ihre Vitalparameter einfach und komfortabel allein durch das Tragen eines Sensor-Shirts erfassen. Die Analyse von Training und Wettkämpfen wird möglich – etwa um Trainingsplan und Spielereinsatz optimal aufeinander abzustimmen.

Das am Handgelenk getragene Vitality Band von Philips ist in der Lage verschiedenste Körpersignale zu erfassen. Dazu gehören sowohl Emotionen, die über verschiedene Parameter wie z.B. Hautleitwert (GSR - galvanic skin response) gemessen werden, körperliche Bewegung (Intensität und Dauer), aber auch durch den Träger initiierte Zeitstempel um emotionale Varianz anzuzeigen.

Noch detailliertere Körpersignale, die es erlauben, Feedback über Unruhezustände zu geben und durch den Zeitstempel auf die Ursache rückschließen lassen, werden auf einer Plattform und mittels Verbindung zum Smartphone aufgezeichnet. Dabei wird gewertet, ob es sich um Stress oder Aufregung handelt. Die Plattform liefert dem Nutzer außerdem unmittelbares Feedback wie Stress vermindert und ein besserer Gesundheitszustand erreicht werden kann, durch Maßnahmen wie körperliche Bewegung, getaktete Atmung und gezielte Selbsterfahrung.

Themen wie Sensorik und GPS-Tracking erhalten im Zusammenspiel mit Cloud-Technologien einen neuen Stellenwert. Oder wie Wearable Technologies es formuliert: "In Kombination mit den fast unbegrenzten Möglichkeiten der `Cloud` wird so die sportliche Aktivität revolutioniert."

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