Globalfoundries profitiert gleich mehrfach

IBM gibt Halbleiter-Fertigung auf

| Autor: Sylvia Lösel

IBM verscherbelt Halbleiter-Sparte.
IBM verscherbelt Halbleiter-Sparte. (Bild: IBM)

Lange brodelte die Gerüchteküche. Nun ist es endgültig: IBM trennt sich von seiner Halbleiterfertigung und gibt dem Käufer Globalfoundries noch ein dickes Geschenk-Paket mit.

Auftragsfertiger Globalfoundries hat gut verhandelt. Das Unternehmen, das einem staatlichen Investmentfond Abu Dhabis gehört, bekommt bei weitem nicht nur die Halbleiter-Fertigung. Dazu packt IBM noch die Zusage, künftig bevorzugten Zugriff auf die eigenen Forschungsergebnisse zu haben. Außerdem bekommt Globalfoundries in der kommenden Dekade exklusiv 22-, 14- und Zehn-Nanometer-Chips aus der IBM-Schmiede.

Für all dies muss Globalfoundries nicht einmal etwas zahlen. Im Gegenteil, IBM zahlt dem Fertiger in den nächsten drei Jahren 1,5 Milliarden Dollar.

Grund dafür ist das Defizit, das die Sparte seit längerem einfährt. Der Abschied belastet die IBM-Bilanz vor Steuern mit 4,7 Milliarden Dollar.

Künftig will sich IBM auf die Geschäfte mit Cloud, Mobility und Big-Data-Analysen fokussieren.

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