Five-in-Five: Fünf Prognosen für die nächsten fünf Jahre

IBM blickt in das Jahr 2016

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Der IBM-Prognose zufolge werden in fünf Jahren Passwörter durch biometrische Daten ersetzt worden sein.
Der IBM-Prognose zufolge werden in fünf Jahren Passwörter durch biometrische Daten ersetzt worden sein.

Gedankenlesen wird möglich, Passwörter werden der Vergangenheit angehören und Spam-Mails einen Sinn bekommen – dies sind drei der fünf Prognosen, die laut IBM in den nächsten fünf Jahre eintreffen sollen.

IBMs „Five-in-Five“ aus der Sicht des Jahres 2011 sind:

  • Wir erzeugen den Strom für unser Eigenheim selbst
  • Wir benötigen keine Passwörter mehr
  • Spam-Mails könnten interessant werden
  • Die digitale Spaltung wird zunehmend verschwinden
  • Gedankenlesen ist keine reine Science-Fiction mehr

Strom fürs Eigenheim

Alles was sich bewegt oder Hitze erzeugt produziert theoretisch Energie, die auch gesammelt werden könnte: Spazierengehen, Joggen, Radfahren, die Abwärme des Rechners oder sogar das Wasser, das täglich durch die Leitungen rauscht. Die Fortschritte bei der Entwicklung erneuerbarer Energien werden es in Zukunft erlauben, die Bewegungsenergie, die bisher ungenutzt bleibt, mithilfe von kleinen, aber leistungsfähigen Akkus zu nutzen, um das Eigenheim, den Arbeitsplatz oder Teile der städtischen Infrastruktur mit Strom zu versorgen.

Passwörter kann man vergessen

Biometrische Daten werden Passwörter oder PINs überflüssig machen. Sprachidentifikation, Retina-Scans oder Gesichtsmustererkennung werden dafür sorgen, dass man nicht mehr ständig grübeln muss, nur um Geld abzuheben, den Computer hochzufahren oder Weihnachtsgeschenke online zu bestellen. Kurz: Körpermerkmale helfen künftig dabei, das digitale Ich besser zu schützen. Unter dem Stichwort „Multifactor Biometrics“ wird es in Zukunft intelligente IT-Systeme geben, die in Echtzeit biometrischen Daten abgleichen können. Sie werden das Leben nicht nur einfacher machen, sondern auch zuverlässig vor Missbrauch, Betrug und Diebstahl schützen.

Aus Spam wird relevante Information

In fünf Jahren werden Spam-Filter so gut sein, dass der E-Mail-Eingang nicht mehr mit uninteressanten Informationen verstopft wird. Mehr noch: Daten aus dem Kalender oder dem sozialen Netzwerk werden in Echtzeit analysiert, um automatisch Dinge anzustoßen, die genau auf die eigenen Informationsbedürfnisse zugeschnitten sind. Automatische Reservierungen von Konzertkarten und proaktive Wettervorhersagen für geplante Urlaubsfahrten werden 2016 vielleicht bereits Realität sein.

Der digitale Graben wird kleiner

Wachstum und Wohlstand sind in der globalen Welt zunehmend daran geknüpft, in wie weit man Zugang zu Information hat. In fünf Jahren wird dieser heute teilweise breite Graben durch den Fortschritt und die Verbreitung von mobilen Endgeräten bedeutend kleiner geworden sein. 2016 wird es weltweit voraussichtlich 5,6 Mrd. mobile Endgeräte geben – besonders in vielen heute noch unterentwickelten Regionen der Welt. IBM unterstützt bereits heute in den ländlichen Gebieten Indiens Menschen, die nicht lesen und schreiben können dabei, mithilfe von Sprachtechnologien und mobilen Endgeräten Informationen zu erhalten, von denen sie bisher ausgeschlossen waren. Die Bewohner von Dörfern können über Mobiltelefone beispielsweise Wettervorhersagen abhören, den Zeitplan für den Besuch des Arztes in ihrem Dorf erfahren oder sich über die aktuelle Preisentwicklung bei Getreide informieren.

„Gedankenlesen“

IBM-Wissenschaftler erforschen Möglichkeiten, ob und wie sich eine direktere Verbindung zwischen Gehirn und Geräten herstellen lässt, um Abläufe wie von selbst passieren zu lassen. Schon heute gibt es auf dem Gebiet der Bioinformatik die ersten rudimentären Geräte, mit deren Hilfe Hirnströme gemessen werden und Gesichtsausdrücke maschinell interpretiert werden können. Bis in fünf Jahren werden die ersten einfachen Anwendungen in der Medizin, bei Videospielen und in der Unterhaltungsindustrie die neuesten Erkenntnisse in dieser Disziplin nutzen.

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