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Huawei stellt ersten Hybrid-MPLS-Prototypen vor Hybrid MPLS als Plattform für ATM, TDM, Ethernet und IP mit MPLS-Kapselung

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Der standardbasierende Prototyp für H-MPLS (Hybrid Multiprotocol Label Switching) ist laut Hersteller Huawei eine vereinheitlichte Bearer-Lösung, die die VLAN-Planung (Virtual Local Area Network) innerhalb eines Zugangsnetzes vereinfachen und die Skalierbarkeit der Dienste innerhalb eines Netzwerks verbessern kann. H-MPLS soll anders als traditionelles MPLS keine direkte Konfiguration der Geräte am Netzwerkrand benötigen.

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Huawei möchte mit seinem H-MPLS-Prototypen die VLAN-Planung innerhalb eines Zugangsnetzes vereinfachen.
Huawei möchte mit seinem H-MPLS-Prototypen die VLAN-Planung innerhalb eines Zugangsnetzes vereinfachen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Hybrid MPLS basiert auf Huaweis SingleFAN-Breitband-Zugangslösung und soll eine vereinheitlichte Bearer-Plattform für ATM (Asynchronous Transfer Mode), TDM (Time Division Multiplexing), Ethernet und IP (Internet Protocol) mit MPLS-Einkapselung bereitstellen. Die Technologien, aus denen Huaweis H-MPLS-Lösung besteht, wurden gemäß ITU-T-Standard für GPON/XG-PON (Gigabit-capable Passive Optical Network / 10G Passive Optical Network) anerkannt.

MPLS vom Metronetz bis zum Netzwerkrand

Netzwerke und Dienste verschmelzen zunehmend miteinander, und viele Netzbetreiber weltweit entscheiden sich für MPLS als vereinheitlichte Bearer-Technologie. Für Unternehmens-VPN, Mobile Backhaul und umfassende Dienste muss MPLS vom Metronetz bis zum Netzwerkrand implementiert sein. Ursprünglich wurde MPLS jedoch für Router-Plattformen entwickelt, die aus leistungsstarker Hardware bestehen. Daher erhöht die Unterstützung von nativem MPLS üblicherweise sowohl die Betriebs- als auch die Investitionskosten. Dies wiederum hindert Netzbetreiber daran, MPLS bis zum Netzwerkrand auszurollen und beeinträchtigt somit die Skalierbarkeit der Dienste sowie die Leistungsstärke der Netzwerks.

Keine Gerätekonfiguration am Netzwerkrand

Mit H-MPLS soll nicht die Notwendigkeit bestehen, IP-Adressen und Routing-Protokolle auf Geräten am Netzwerkrand zu konfigurieren. Dies wiederum würde Huawei zufolge den Aufwand, der durch die Konfigurierungen entstünde, um bis zu 90 Prozent reduzieren. H-MPLS sei darüber hinaus eine kostengünstige Lösung, da es weder die Hardwarekosten von Geräten am Netzwerkrand des jeweiligen Zugangsnetzes, noch die Kosten für die großflächige Implementierung von MPLS erhöhe.

„H-MPLS nutzt das bestehende OMCI (ONU Management and Control Interface)-Verwaltungsprotokoll, um MPLS-Labels über verschiedene PON-Systeme zu verteilen,“ erklärt Dr. Frank J. Effenberger, Leiter des Bereiches Optical Access Research bei Huawei. „Die Methode der Label-Verteilung ist bereits standardisiert, und die Kosten oder die Auswirkungen auf das PON-Zugangssystem sind geringfügig.“

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