AWS-like in der eigenen lokalen Cloud

Hybrid-Cloud-übergreifendes Networking von Big Switch

| Autor / Redakteur: Ulrike Ostler / Andreas Donner

Big Switch will mit seinen Produkten AWS-ähnliche Netzwerkfunktionen in lokale Unternehmens-Clouds übetragen können, sodass die Anwender den Hybrid-Cloud-Betrieb nahtlos gestalten können.
Big Switch will mit seinen Produkten AWS-ähnliche Netzwerkfunktionen in lokale Unternehmens-Clouds übetragen können, sodass die Anwender den Hybrid-Cloud-Betrieb nahtlos gestalten können. (Bild: gemeinfrei - geralt/Pixabay / CC0)

Big Switch adressiert mit der Strategie „Cloud First Networking“ Netzwerk-Inkonsistenzen zwischen lokalen und Cloud-basierten Instanzen. Sie gelten bislang als ein Haupthindernis für eine Hybrid-Cloud-Adoption. Mithilfe der Produkte des Herstellers lassen sich zentrale Cloud-Netzwerkfunktionen lokal einsetzen. Das Portfolio korrespondiert mit entsprechenden Cloud-Angeboten und mündet in ein Multi-Cloud-Management.

Mit der Verbreitung von Hybrid Clouds beziehungsweise Multi-Clouds liegt der Design-Anspruch quasi in der Luft: Die Vorteile der öffentlichen Cloud sollen auf lokale Netzwerke übertragen werden – AWS-ähnliche Netzwerkfunktionen in lokalen Unternehmens-Clouds sozusagen.

Kyle Forster, Gründer von Big Switch, erläutert: „Der Software-Architekt eines unserer Kunden erzählte uns, warum er sich für Big Switch entschieden hat: Weil wir so nah wie möglich an einer lokalen Version von Amazon-Networking waren. Das war der Startschuss für unsere Reise zum ‚Cloud-First Networking‘.“

Das Produktportfolio von Big Switch unterscheidet sich ohnehin von einem Hardware-zentrierten Ansatz, bei dem Anbieter ihre bestehenden lokalen Produkte für die Verwendung in öffentlichen Clouds anpassen: Der Netzwerk-Paket-Broker „Big Monitoring Fabric“ sorgt für Sicherheit und Überwachung des Datenverkehrs, ob in Echtzeit oder zeitversetzt. Die Switching-Fabric „Big Cloud Fabric“ ermöglicht die Wahl passender Hardware bei OpenStack-, VMware-, Container- und Big-Data-Anwendungen.

Die Neuerungen

Jetzt stellt das Unternehmen aus dem kalifornischen Santa Clara drei Neuerungen vor, von denen zwei Bestandteil der nächsten Software-Version sein werden: Die lokal zu installierenden Produkte „Big Cloud Fabric - Enterprise Cloud“ und „Big Monitoring Fabric - Enterprise Cloud“ (BCF-EC und BMF-EC). Sie sollen nach Herstellerangeben die branchenweit ersten sein, die wichtige Netzwerk- und Überwachungsfunktionen aus der öffentlichen Cloud für lokale Workloads bieten.

Neu ist auch „Multi-Cloud Director“ (MCD), mit dem sich standort- und Cloud-übergreifende Netzwerk- und Monitoring-Fabrics sowie in Kombinationen aus beiden Varianten designen lassen.

Konkret startet Big Switch sein Cloud-First Networking mit Enterprise-VPCs (VPCs = Virtual Private Clouds), einer lokalen Version der zentralen Funktion öffentlicher Cloud-Netzwerke, wie sie von Amazon (VPCs), Azure (vNets) und Google Cloud Platform (VPCs) implementiert werden. Virtuelle private Clouds ermöglichen „As-a-Service-Operationen“ für Netzwerktechnologie in der Cloud und nun auch lokal.

Vorteile der virtuellen private Cloud

IT-Abteilungen können virtuelle private Clouds nutzen, um Unternehmens-Cloud-Netzwerke zu erstellen, die die Vorteile der öffentlichen Cloud bieten: „As-a-Service-Operationen“, Service-Geschwindigkeit und Transparenz auf Ebene des Datenverkehrs. Zum anderen können sie gleichzeitig jede öffentliche Cloud einschließlich Amazon Web Services und Microsoft Azure nutzen, um so von mehr Kapazitäten und Anwendungselastizität und/oder optimierten Kosten zu profitieren – ohne mehrere Architekturteams, mehrere Operationsteams und mehrere Designs verwalten zu müssen.

Folgende Vorteile nennt der Hersteller darüber hinaus:

  • „As-a-Service-Betrieb“ mit virtuellen privaten Clouds, lokal und in jeder öffentlichen Cloud.
  • Der Implementierungsort der Anwendungen ist nicht mehr durch Netzwerkbetrieb oder Compliance-Regelungen eingeschränkt, sondern basiert auf den Anforderungen der Anwendung – wie Latenz, Bandbreite oder Datenlokalität.
  • Silostrukturen beim IT-Netzwerkbetrieb aus der lokalen und der öffentlichen Cloud werden in einem einzelnen hybriden Cloud-Netzwerk-Team zusammengeführt – was für eine einheitliche Steuerung, deutlich höhere Effizienz bei operativen Kosten und für eine betriebliche Eigenständigkeit der AppDev-Teams sorgt. Der Cloud-First-Networking-Ansatz macht Netzwerke unsichtbar und verringert das Störungsaufkommen, gleichzeitig entfällt die Notwendigkeit einer „Schatten-IT“ und die Einführung hybrider Clouds durch die IT wird beschleunigt.
  • Der Cloud-First-Networking-Ansatz ermöglicht es einer IT-Abteilung, jeden Workload in jeder Cloud bereitzustellen: VMware-, Nutanix-, Red Hat-, HCI-, Kubernetes- oder Docker-Container ebenso wie OpenStack-Workloads in der lokalen Unternehmens-Cloud oder Windows/Linux in der öffentlichen AWS- oder Azure-Cloud.
  • Mit VPC-Level-Flow-Analysen können IT-Abteilungen die durchgängige Transparenz und Sicherheit von Anwendungen und Netzwerkverkehr in jeder Cloud gewährleisten.

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