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Bremsweg um nur sechs Zentimeter verlängert Huawei und Vodafone lenken Auto per 5G

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Gemeinsam mit der TU München und der University of Surrey haben Huawei und Vodafone jetzt per 5G ein Auto ferngesteuert, das 50 Kilometer vom Piloten entfernt war.

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Keine Spielemesse, sondern eine Mobilfunkdemo: Die 5G-Verbindung erreichte eine Latenz von unter elf Millisekunden.
Keine Spielemesse, sondern eine Mobilfunkdemo: Die 5G-Verbindung erreichte eine Latenz von unter elf Millisekunden.
(Bild: University of Surrey (5G Innovation Centre))

Betrachtet man lediglich die Reaktionszeit macht es kaum einen Unterschied, ob ein Fahrer im Auto sitzt oder zig Kilometer davon entfernt. Das haben Huawei und Vodafone jetzt in einem gemeinsamen Versuch mit der TU München und der University of Surrey gezeigt.

Dabei wurde im November ein Auto auf dem Campus der University of Surrey gesteuert. Der Fahrer saß allerdings 50 Kilometer davon entfernt im Exhibition Centre London (ExCel) – wo zeitgleich das Mobile Broadband Forum stattfand.

Verbunden waren Pkw und Pilot über eine Vornorm von 5G. Daten wurden verschlüsselt und verzögerungsarm übertragen: Huawei spricht von einer Latenz unter zehn Millisekunden für das Ende-zu-Ende-Netzwerk. Hinzu gekommen sei weniger als eine Millisekunde für den Weg über die Luftschnittstelle.

Weil das Fahrzeug mit 20 km/h unterwegs war ergebe das einen zusätzlichen Bremsweg von lediglich sechs Zentimetern. Damit sei die Technik praktikabel einsetzbar.

Als mögliche Anwendungsszenarien nennt Huawei die Fernsteuerung von Maschinen in rauen oder gefährlichen Umgebungen wie Bergwerken oder Abfalldeponien. Überdies könnten im Notfall auch eigentlich autonome Fahrzeuge wieder von Menschenhand (fern)gesteuert werden.

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