Mobilfunk mit 70 Gbit/s

Huawei und Telekom zeigen 5G-Demo

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Im 2015 gegründeten Innovationslabor 5G:haus testet die Deutsche Telekom gemeinsam mit Branchenpartnern potenzielle Technologien für die Zukunft.
Im 2015 gegründeten Innovationslabor 5G:haus testet die Deutsche Telekom gemeinsam mit Branchenpartnern potenzielle Technologien für die Zukunft. (Bild: Deutsche Telekom)

In einer 5G-Demo haben das Innovationslabor 5g:haus der Deutschen Telekom und Huawei Geschwindigkeiten von bis zu 70 Gbit/s erzielt. Die für die mmWave-Übertragung genutzten Technologien heißen Multi-Richtstrahl, Focal-Array und Multi-User MIMO.

Beim Mobile World Congress präsentieren Huawei und Deutsche Telekom in einer Live-Demo Technologien für den kommenden Mobilfunkstandard 5G. Über ein 73-GHz-Millimeter-Wellen-Frequenzband stelle man einzelnen Nutzern dabei bis zu 20 Gbit/s zur Verfügung, insgesamt seien Verbindungsgeschwindigkeiten bis zu 70 Gbit/s möglich.

Der Physik geschuldet dürfte die Reichweite der mmWave-Übertragungen allerdings nicht mit klassischen Mobilfunktechniken mithalten. Dementsprechend positioniert die Deutsche Telekom die Millimeter-Wellenbänder auch als komplementäres Spektrum für darunter liegende Frequenzbereiche. Anwendungen sieht der Hersteller innerhalb von Gebäuden und an sehr bevölkerten Orten.

Bruno Jacobfeuerborn, Technikchef der Telekom, bekräftigt: „Wir haben nun das Potenzial von Millimeter-Wellen-Multi-User MIMO als 5G-Innovation für besonders anspruchsvolle Szenarios unter Beweis gestellt. In diesen müssen Netzbetreiber ultrahohe Datenraten bieten, um den Anforderungen in belebter Umgebung gerecht zu werden“.

Zur Technik

Die bei der Demo genutzte Multi-Richtstrahl-Technologie nutze die Vorzüge modernster Metamaterial-Antennen: Extrem kleine Miniaturantennen erreichten dabei eine bemerkenswert hohen Richtstrahl-Leistung und verhalten sich so, als wären sie sehr viel größer als sie tatsächlich sind.

Die ebenfalls angewandte Focal-Array-Technologie setzt auch auf Metamaterialien (MMFA) und erzeuge lenkbare, Bleistift-förmige Richtstrahlen zwischen der Antennengruppe und den Geräten der Kunden. Diese können zur selben Zeit, auf derselben Frequenz senden und empfangen, unterscheiden sich jedoch durch ihre Strahlensignaturen.

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07.08.15 - Das Konsortium mmMAGIC erforscht, wie der kommende Mobilfunkstandard 5G auch Frequenzbereiche zwischen sechs und 100 GHz nutzen kann. Ziel: Datenraten bis zu zehn Gbit/s und Latenzen unter fünf Millisekunden. lesen

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