Abwärtskompatibler "SuperVector"-Prototyp für Kupferkabel

Huawei überträgt 400 Mbit/s per DSL

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Mit erweitertem Frequenzspektrum und neuen Kodierungstechnlogien will Huawei das Potential von Kupferadern ausreizen.
Mit erweitertem Frequenzspektrum und neuen Kodierungstechnlogien will Huawei das Potential von Kupferadern ausreizen. (Bild: Huawei)

Ein jetzt von Huawei präsentierter Prototyp liefert über 800 Meter Kupferkabel genug Bandbreite für Videoübertragungen in 4K. Über 300 Meter soll die SuperVector genannte Technik sogar bis zu 400 Mbit/s übertragen.

Huawei optimiert weiter an der Letzten Meile. Mit einem "SuperVector"-Prototypen ist es dem TK-Ausrüster jetzt gelungen, über 800 Meter Kupferdraht 100 Mbit/s bereitzustellen – genug für 4K-TV-Dienste, wie der Hersteller betont.

Das SuperVector-System nutzt die gleichen DMT-Modulationsverfahren (Discrete Multitone Transmission = DMT) und Frequenzbreiten ("tone width") wie VDSL2 und ist mit bestehenden Vectoring-Terminals kompatibel. Um höhere Durchsätze zu erreichen, nutzt SuperVector einerseits ein erweitertes Frequenzspektrum. Statt 17 MHz werden nun 35 MHz verwendet.

FTTC + Kupfer = FTTH

Bell Labs schicken zehn Gbit/s über kurze Kupferkabel

FTTC + Kupfer = FTTH

21.07.14 - Den Bell Labs ist es gelungen, zehn Gbit/s auf herkömmlichen Kupferkabeln zu übertragen. Hierfür wurde die G.fast-Technik erweitert. Über Distanzen von bis zu 70 Metern soll XG-FAST noch symmetrische Bandbreiten von einem Gbit/s transportieren. lesen

Mit dem erweiterten Frequenzspektrum allein könnte das Potenzial von Kupferadern allerdings nicht ausgereizt werden, so der Hersteller. Darum habe man andererseits zusätzlich innovative Kodierungstechnologien eingeführt, das Signalspektrum optimiert und die Transmissionseffizienz verbessert.

Wann dem "SuperVector"-Prototypen marktreife Produkte folgen, lässt Huawei noch offen. Klar ist indes, dass auch der Wettbewerb die Lebenserwartung klassischer Kupferkabel mit effizienteren Übertragungsmethoden verlängern will: Die zu Alcatel-Lucent gehörenden Bell Labs präsentierten Mitte des Jahres die Technik XG-Fast; damit können über 70 Meter bis zu zwei Gbit/s übertragen werden.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43086419 / Standards & Netze)