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Cloud-basierter Betrieb, Multi-Layer-Offenheit und Konvergenz Huawei skizziert Enterprise-SDN-Strategie

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Unternehmen werden ihre Netze graduell auf Software-Defined Networking (SDN) umstellen, glaubt Huawei und präsentiert entsprechende Lösungen für das Enterprise-Segment.

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Huawei präsentiert nicht nur die Komponenten der eigenen SDN-Strategie, sondern auch fertige Anwendungen.
Huawei präsentiert nicht nur die Komponenten der eigenen SDN-Strategie, sondern auch fertige Anwendungen.
(Bild: Huawei)

Huawei hat eine "strategische Vision für die Zukunft von SDN in Unternehmen" vorgestellt. Im Gegensatz zur im Februar präsentierten "SoftCOM Strategie für Telekommunikationsbetreiter" ist in einer entsprechenden Mitteilung jedoch keine griffige Bezeichnung hierfür zu finden.

Dafür präzisiert der Hersteller sein Bild künftiger IKT-Infrastrukturen. Diese zeichnen sich demnach "durch Cloud-basierten Betrieb, Multi-Layer-Offenheit, Konvergenz und Weiterentwickelbarkeit, sowie einfache Verwaltung" aus. Von heute auf morgen werden die heutigen Netze aber nicht verschwinden: Statt einer kompletten Transformation prognostiziert der Anbieter einen graduellen Übergang.

An dessen Ende stehe dann eine SDN-Architektur mit drei Schichten: Netzwerkgeräte-Layer, Kontroll-Layer sowie Verwaltungs- und Koordinationslayer. Huawei propagiert dabei eine "Offenheit auf allen Ebenen" und will die eigenen SDN-Enterprise-Lösungen somit optimal auf die Bedürfnisse verschiedener Nutzer anpassen.

Anwendungen für ISP und Rechenzentren

Als Beispiel führt Huawei allerdings zunächst eine Anwendung aus dem Kommunikationssektor an. So forderten Internet Service Provider (ISP) etwa, die Ebene der Netzwerkgeräte für kundenspezifische Entwicklungen offenzulegen, um Netzwerke an bestehende Dienste anzupassen. Umgesetzt habe man ein solches Szenario mit dem chinesischen ISP Tencent. Dabei habe man gemeinsam einen Switch für Tencents Routing-Protokoll SRP entwickelt, und dabei die offene Kontrollebene im Geräte-Layer von Huaweis-Switches genutzt.

Speziell für Rechenzentrums-Netzwerke hat Huawei darüber hinaus eine Lösung für die virtuelle Migration vorgestellt. Das nCenter genannte Produkt ermögliche es, Rechenzentrums-Netzwerke und virtuelle Geräte zu verbinden und effizient zu migrieren. Huawei schildert das Procedere wie folgt:

"Wenn eine Migration von virtuellen Geräten notwendig ist, sendet die Verwaltungsplattform des virtuellen Geräts ein Signal an nCenter, woraufhin nCenter eine Policy konfiguriert und über das Netzwerk verbreitet. Dadurch können virtuelle Geräte automatisch migrieren. Dieser Ablauf vereinfacht Netzwerkbetrieb und -verwaltung erheblich und steigert die Diensteffizienz."

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